Oh Boy (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jan Ole Gerster |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-11-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 300.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.750.275 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (356 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Niko Fischer ist Anfang zwanzig und will eigentlich nur eines: einen Kaffee. Doch der Tag hat andere Pläne mit ihm. Seine Freundin hat ihn verlassen, der Automat der Bank behält seine Karte ein, und sein Vater hat herausgefunden, dass Niko das Studium längst abgebrochen hat. Die monatliche Unterstützung, von der er bislang lebte, ist damit gestrichen. Und selbst der ersehnte Kaffee bleibt ihm immer wieder verwehrt.
Von morgens bis abends streift Niko durch Berlin. Er trifft einen Freund, eine frühere Mitschülerin, einen neuen Nachbarn und schließlich einen Fremden, dessen Geschichte weit zurückreicht und doch bis heute auf allen lastet. Niko ist bei diesen Begegnungen Hauptfigur und Zuschauer zugleich. Getrieben von Trägheit, muss er sich an einem einzigen Tag mit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft auseinandersetzen.
Entstehungsgeschichte
Jan Ole Gerster führte bei diesem Film aus dem Jahr 2012 zum ersten Mal Regie. Zu sehen sind Tom Schilling, Marc Hosemann, Friederike Kempter und Justus von Dohnányi. Ab zwölf Jahren darf das Publikum zuschauen. Im englischsprachigen Raum trägt der Film den Titel „A Coffee in Berlin“, der das zentrale Motiv direkt aufgreift.
Hinter den Kulissen
Drama und Komödie verbinden sich hier auf eine Weise, die der Handlung entspricht. Die Missgeschicke, die sich um den unerreichbaren Kaffee häufen, haben komisches Potenzial. Darunter liegen aber ernste Brüche: eine Trennung, ein abgebrochenes Studium, der Verlust der finanziellen Grundlage und eine Begegnung mit einer Vergangenheit, die schwerer wiegt als Nikos eigene Sorgen.
Die Erzählform ist bewusst eng gefasst. Die Handlung umfasst nur einen Tag und folgt einer einzigen Figur durch die Stadt. Statt einer klassischen Spannungskurve reiht der Film Episoden aneinander, deren Zusammenhang sich über den Protagonisten ergibt. Dass Niko eher beobachtet als handelt, macht ihn zu einer passiven Hauptfigur, und genau diese Passivität wird zum Thema. Berlin ist dabei nicht bloß Schauplatz, sondern der Raum, in dem sich die Begegnungen fügen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsnote von 7,2 von 10 Punkten zählt der Film zu den gut bewerteten Titeln. Die Basis ist mit einigen hundert Stimmen allerdings noch schmal. 14 Jahre sind seit dem Erscheinen vergangen. Im Feld der Tragikomödie steht er für eine ruhige, episodische Form, die aus einem scheinbar banalen Wunsch den Anlass für eine Bestandsaufnahme eines jungen Lebens macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Schilling als Niko Fischer
- Marc Hosemann als Matze
- Friederike Kempter als Julika Hoffmann
- Justus von Dohnányi als Karl Speckenbach
- Katharina Schüttler als Elli
- Arnd Klawitter als Phillip Rauch
- Martin Brambach als Kontrolleur Jörg
- Andreas Schröders als Psychologe
- Ulrich Noethen als Walter Fischer
- Inga Birkenfeld als Hanna
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Verfügbarkeit
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