Rocco und seine Brüder (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luchino Visconti |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Krimi |
| Laufzeit | 177 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-10-07 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 8 (680 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rosaria verlässt mit ihren Söhnen Rocco, Simone, Ciro und Luca den Süden Italiens und kommt nach Mailand, wo Vincenzo, der älteste der Brüder, schon seit einiger Zeit lebt. Ihre Hoffnung ist einfach: Vincenzo soll allen zu Arbeit verhelfen. Doch das Leben in der Großstadt erweist sich als hart, und die Familie muss sich ihren Platz erst erkämpfen.
Der Bruch kommt von innen. Simone verliebt sich in Nadia, eine Prostituierte, doch sie zieht seinen Bruder Rocco vor. Aus dem Bruder wird ein erbarmungsloser Rivale, und der Zusammenhalt, der die Familie bis dahin getragen hat, beginnt zu zerfallen.
Entstehungsgeschichte
Luchino Visconti inszenierte das 1960 erschienene Werk, das im englischen Sprachraum als „Rocco and His Brothers“ läuft. Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot und Katina Paxinou übernehmen die zentralen Rollen. Die Freigabe gilt erst ab achtzehn Jahren.
Hinter den Kulissen
Drei Genres kommen zusammen – Drama, Liebesfilm und Krimi –, und die Motive ordnen das Feld genauer: Geschwisterbeziehung, Prostituierte, Eltern-Kind-Beziehung, Mailand, Boxer, Arbeit. Zusammengenommen ergibt das eine Erzählung, in der das Private und das Ökonomische nicht zu trennen sind. Arbeit ist hier keine Nebensache, sondern die Bedingung, unter der alles andere verhandelt wird; der Boxsport steht dafür als Beruf, in dem der eigene Körper zum Einsatz wird. Die Konstellation der Brüder wiederum sorgt dafür, dass jeder Konflikt doppelt zählt – als Rivalität und als Verrat innerhalb der Familie. Die hohe Altersfreigabe deutet an, dass die Erzählung ihre Härten nicht abmildert.
Einordnung & Wirkung
Mit 8,0 von 10 gehört der Film zu den am besten bewerteten Titeln dieses Feldes, wobei die Stimmenbasis im dreistelligen Bereich liegt und damit schmal bleibt. 66 Jahre nach dem Erscheinen ist der zeitliche Abstand beträchtlich, der Gegenstand aber nicht erledigt: Eine Familie, die aus wirtschaftlicher Not in eine fremde Stadt zieht und dort auseinanderzubrechen droht, beschreibt eine Erfahrung, die sich nicht auf ein Jahrzehnt begrenzen lässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alain Delon als Rocco Parondi
- Renato Salvatori als Simone Parondi
- Annie Girardot als Nadia
- Katina Paxinou als Rosaria Parondi
- Alessandra Panaro als Ciro's Fiancee
- Spiros Focás als Vincenzo Parondi
- Claudia Cardinale als Ginetta
- Max Cartier als Ciro Parondi
- Corrado Pani als Ivo
- Rocco Vidolazzi als Luca Parondi
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Verfügbarkeit
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