Der Tod in Venedig (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luchino Visconti |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-03-05 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (559 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Komponist Gustav von Aschenbach reist von München nach Venedig. Er sucht dort seine Jugend und seine Erinnerungen, doch die Reise bringt keine Erleichterung. Aschenbach ist deprimiert, die Faszination der Stadt bleibt ihm verschlossen, und die Rückschau auf die eigene Jugend verstärkt seine Verzweiflung eher, als dass sie ihn befreit.
Dann kommt es zu einer Begegnung, die sein Leben verändert. Er trifft Tadzio, einen anmutigen, blonden Jüngling, und in ihm erwacht der sehnliche Wunsch, selbst wieder jung zu sein. Von nun an lässt Aschenbach keine Gelegenheit aus, in Tadzios Nähe zu sein. Doch während sein Leben gerade erst zu beginnen scheint, beginnt in Venedig das Sterben: Die Cholera ist ausgebrochen.
Entstehungsgeschichte
Luchino Visconti inszenierte den Film, der 1971 herauskam. Dirk Bogarde steht an der Spitze der Besetzung, neben ihm werden Björn Andrésen, Romolo Valli und Mark Burns genannt. Die Altersfreigabe ab zwölf Jahren weist darauf hin, dass der Stoff trotz seiner Themen — Verfall, Sehnsucht, Seuche — nicht auf drastische Darstellung setzt. Der Film ist auch unter dem englischen Titel „Death in Venice“ bekannt.
Hinter den Kulissen
Das einzige Genre ist Drama, und die Geschichte zeigt, wie eng der Film sich auf eine innere Bewegung konzentriert: Ein alternder Mann, der mit sich und seiner Vergangenheit hadert, richtet seine ganze Sehnsucht auf eine Erscheinung, die ihm die verlorene Jugend verkörpert. Äußere Handlung gibt es kaum; die Geschichte lebt von Beobachtung, Annäherung und dem Kontrast zwischen dem, was Aschenbach empfindet, und dem, was um ihn herum geschieht. Die Cholera setzt dem Ganzen einen Rahmen, in dem persönliche Sehnsucht und allgemeines Sterben ineinandergreifen — das Motiv einer Stadt, die im Verfall ihre Schönheit behält, spiegelt den Zustand der Hauptfigur.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 liegt die Durchschnittsbewertung deutlich über dem Mittelfeld; sie stützt sich auf einige hundert Stimmen, was für einen Film dieses Alters eine anhaltende Aufmerksamkeit belegt. 55 Jahre trennen das Erscheinen von der Gegenwart. Innerhalb des Dramas steht der Film für die Form der langsamen, stimmungsgetragenen Erzählung, in der die Handlung hinter der Beobachtung eines Menschen zurücktritt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dirk Bogarde als Gustav von Aschenbach
- Björn Andrésen als Tadzio
- Romolo Valli als Hotel Manager
- Mark Burns als Alfred
- Nora Ricci als Tadzio's Governess
- Silvana Mangano als Tadzio's Mother
- Marisa Berenson als Aschenbach's Wife
- Carole André als Esmeralda, Brothel Prostitute
- Leslie French als Travel Agent
- Franco Fabrizi als Barber
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