Sansho Dayu - Ein Leben ohne Freiheit (1954)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mizoguchi Kenji |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1954-03-31 |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (440 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Japan im 11. Jahrhundert: Ein idealistischer Provinzgouverneur stellt sich gegen den Rat eines hohen Militärs auf die Seite der Bauern und wird dafür ins Exil verbannt. Seine Frau und seine Kinder bleiben allein im Heimatdorf zurück.
Einige Jahre später machen sich Tamaki und die Kinder Anju und Zushio auf den Weg zum Vater. Unterwegs geraten sie in die Hände von Wegelagerern. Die Familie wird auseinandergerissen: Tamaki wird auf eine Insel verschleppt und muss dort als Kurtisane dienen, die Geschwister werden in die Leibeigenschaft verkauft. Sie landen im Sklavenheer des gnadenlosen Landvogts Sansho und verbringen ihre Kindheit in Unterdrückung und Leid.
Jahre vergehen, Anju und Zushio sind erwachsen geworden. Zushio hat verbittert die Ideale seines Vaters hinter sich gelassen. Anju dagegen hält an ihnen fest und drängt ihren Bruder, nicht so zu werden wie Sansho.
Entstehungsgeschichte
Das Drama stammt aus dem Jahr 1954, inszeniert hat es Mizoguchi Kenji. Zur Besetzung gehören Kinuyo Tanaka, 花柳喜章, 香川京子 und 進藤英太郎. Der Titel verbindet den Namen des Landvogts mit dem Zusatz „Ein Leben ohne Freiheit“ und benennt damit bereits das zentrale Thema, das die Handlung über viele Jahre hinweg verfolgt.
Hinter den Kulissen
Als Drama ohne jede weitere Genrezuordnung setzt der Film ganz auf das Schicksal seiner Figuren. Die Geschichte ist als Familienchronik angelegt, die über einen langen Zeitraum reicht, von der Kindheit der Geschwister bis in ihr Erwachsenenalter.
Im Kern steht ein moralischer Gegensatz. Der verbannte Vater verkörpert Mitgefühl mit den Schwächeren, Sansho die Gewalt gegenüber den Abhängigen. Zwischen diesen Polen bewegen sich die Kinder: Zushio droht, unter dem erlittenen Unrecht selbst hart zu werden, Anju hält die Erinnerung an die väterlichen Werte wach. Dadurch wird die Frage, ob erfahrene Grausamkeit weitergegeben wird, zum eigentlichen Motor der Erzählung. Die getrennte Mutter bildet einen zweiten Handlungsstrang, der das Motiv der zerrissenen Familie verstärkt.
Einordnung & Wirkung
Mit 8,1 von 10 Punkten gehört die Publikumswertung zu den sehr hohen. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, einer Basis, die für ein Werk dieses Alters bereits aussagekräftig ist. Seit dem Erscheinen sind 72 Jahre vergangen. Unter den Familiendramen steht der Film für eine ernste, schmerzhafte Erzählweise, die Leid und Unterdrückung nicht ausspart.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kinuyo Tanaka als Tamaki
- Yoshiaki Hanayagi als Zushiô
- Kyōko Kagawa als Anju
- Eitarō Shindō als Sanshô dayû
- Ichirō Sugai als Minister of Justice
- Bontarō Miake als Kichiji
- Yōko Kozono als Kohagi
- Chieko Naniwa als Ubatake
- Kikue Mōri als Priestess
- Ken Mitsuda als Prime Minister Fujiwara
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Verfügbarkeit
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