Schau mich an! (2004)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agnès Jaoui |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-11-18 |
| TMDB-Bewertung | 6,3 (106 Stimmen) |
Worum es geht
Lolita Cassard ist zwanzig und hadert mit sich selbst, weil sie nicht den Bildern aus Modemagazinen entspricht. Vor allem aber wünscht sie sich, im Blick ihres Vaters etwas zu bedeuten – überhaupt gesehen zu werden. Ihr Vater Etienne Cassard hingegen schaut kaum nach anderen, er ist mit sich selbst beschäftigt und mit dem Gefühl, älter zu werden. Der Schriftsteller Pierre Miller zweifelt an seinem beruflichen Erfolg, bis er Etienne Cassard begegnet. Dessen Frau Sylvia, Gesanglehrerin, glaubt an das Talent ihres Mannes, misstraut aber ihrem eigenen und dem ihrer Schülerin Lolita – bis sie erkennt, wessen Tochter diese ist. Es ist die Geschichte von Menschen, die genau wüssten, wie sie sich in der Rolle der anderen verhalten würden, aber mit ihrer eigenen nicht recht zurechtkommen und einfach nach ihr suchen.
Entstehungsgeschichte
„Schau mich an!“, im Original „Look at Me“, entstand 2004 unter der Regie von Agnès Jaoui, die auch selbst vor der Kamera steht. Die Komödie mit dramatischen Zügen versammelt neben Jaoui Marilou Berry, Jean-Pierre Bacri und Laurent Grévill in den zentralen Rollen.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Komödie und Drama passt zu einer Geschichte, die zwischenmenschliche Verletzungen mit einem genauen, oft ironischen Blick beobachtet. Vier Figuren, deren Wege sich über Eitelkeit, Ehrgeiz und Anerkennungsbedürfnis verknüpfen, ergeben ein Beziehungsgeflecht, in dem jede Figur zugleich Beobachtende und Beobachtete ist. Dass die Regisseurin selbst eine der Hauptrollen übernimmt, unterstreicht den Charakter eines Ensemblestücks, in dem keine Figur eindeutig im Zentrum steht, sondern alle sich gegenseitig spiegeln.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,3 von 10 Punkten bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld – ein Ergebnis, das für ein leises, figurenzentriertes Beziehungsdrama nicht ungewöhnlich ist. Seit dem Erscheinungsjahr 2004 sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, was die vergleichsweise geringe Stimmenzahl teilweise erklärt: Der Titel hat sich offenbar nie ein großes Publikum erschlossen, sondern bleibt ein Film für jene, die sich für psychologisch genau gezeichnete Ensemblegeschichten aus dem französischen Kino interessieren.
Bilder

Besetzung & Stab
- Marilou Berry als Lolita Cassard
- Jean-Pierre Bacri als Étienne Cassard
- Agnès Jaoui als Sylvia Millet
- Laurent Grévill als Pierre Millet
- Virginie Desarnauts als Karine Cassard
- Keine Bouhiza als Sébastien
- Grégoire Oestermann als Vincent
- Serge Riaboukine als Félix
- Michèle Moretti als Édith
- Yves Verhoeven als Le badaud 1
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Verfügbarkeit
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