Schreie und Flüstern (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-12-21 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 400.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (803 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Schwestern, Maria und Karin, kehren im Schweden des 18. Jahrhunderts in ihr Elternhaus zurück. Der Anlass ist ein Abschied: Ihre Schwester Agnes ist an Krebs erkrankt, und sie kommen, um sich von ihr zu verabschieden. Was sich dort einstellt, ist jedoch keine gemeinsame Trauer. Angekommen ist jede von ihnen vor allem mit sich selbst beschäftigt. Das Sterben der einen wird damit zum Hintergrund, vor dem sichtbar wird, was die Verbliebenen voneinander trennt. Die Ausgangslage verzichtet auf eine äußere Handlung fast vollständig und stellt stattdessen eine Konstellation her, aus der niemand einfach hinausgehen kann.
Entstehungsgeschichte
Ingmar Bergman führte bei diesem schwedischen Drama Regie, das 1972 herauskam. Liv Ullmann, Ingrid Thulin, Kari Sylwan und Harriet Andersson bilden die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren. Dass ausschließlich Frauen die tragenden Rollen halten, ist keine Nebensache, sondern beschreibt die Anlage: Der Konflikt wird nicht zwischen Gegenspielern verhandelt, sondern innerhalb einer Familie.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und seine Motive benennen dessen Bausteine sehr genau: Geschwisterbeziehung, Schweden, Sterben und Tod, Schwester, Krebs, Villa. Der letzte dieser Begriffe ist aufschlussreich, denn er nennt den Ort, der die Figuren zusammenhält. Ein Haus, aus dem man nicht weggeht, macht aus einer Familienbeziehung eine Versuchsanordnung. Die Erzählung braucht deshalb keine äußeren Ereignisse: Was zwischen den Schwestern ungesagt geblieben ist, tritt allein durch die erzwungene Nähe hervor. Auch der historische Rahmen wirkt weniger als Kulisse denn als Verstärker der Enge.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 gehört der Titel zu den hoch bewerteten Filmen, wobei die Bewertungsbasis mit einigen hundert Stimmen schmal bleibt. 54 Jahre nach dem Erscheinen hat sich an der Zumutung des Stoffes wenig geändert. Innerhalb des Dramas steht er für die Variante, die Krankheit und Tod nicht als Ereignis inszeniert, sondern als Prüfung der Beziehungen ringsum.
Bilder








Besetzung & Stab
- Liv Ullmann als Maria
- Ingrid Thulin als Karin
- Kari Sylwan als Anna
- Harriet Andersson als Agnes
- Erland Josephson als David
- Georg Årlin als Fredrik
- Anders Ek als Isak
- Henning Moritzen als Joakim
- Ingmar Bergman als Narrator (voice)
- Ingrid Sandell als Girl at a Family Gathering (uncredited)
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Verfügbarkeit
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