Die Jungfrauenquelle (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-02-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 700.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (690 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Schweden im 14. Jahrhundert. Karin und Ingeri, die Töchter eines wohlhabenden Gutsbesitzers, machen sich gemeinsam auf den Weg, um Kerzen zur Weihe in die Kirche zu bringen. Unterwegs trennen sich ihre Wege, weil Ingeri sich fürchtet, den Wald zu durchqueren. Karin geht allein weiter und trifft dort auf zwei Wegelagerer, die sie vergewaltigen und töten. Auf der Suche nach einem Nachtlager bitten die Männer ahnungslos ausgerechnet im Elternhaus des Mädchens um Aufnahme. Als sie der Mutter eines von Karins Kleidungsstücken verkaufen wollen, verständigt diese ihren Mann. Er stellt die Fremden ebenso zur Rede wie Ingeri und schwört Vergeltung für den Tod seiner Tochter.
Entstehungsgeschichte
Ingmar Bergman führte Regie bei dem 1960 herausgekommenen Film. Max von Sydow spielt den Gutsbesitzer, Birgitta Valberg, Gunnel Lindblom und Birgitta Pettersson vervollständigen das kleine Ensemble. Der Zutritt ist ab sechzehn Jahren erlaubt, was der Härte der geschilderten Vorgänge entspricht. Der Film verbindet Drama und Historie.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und historischem Stoff verlegt eine bleibende Frage in eine ferne Zeit: Was folgt auf ein Verbrechen, wenn kein Gericht darüber urteilt? Die Motive — Vergewaltigung, Kindermord, Bauer, Bruder, Rache, schwangere Frau — benennen die Bestandteile ohne Beschönigung. Die Anlage ist streng gebaut: Der Zufall führt Täter und Angehörige unter einem Dach zusammen, und aus dieser Enge entsteht der zweite Teil der Geschichte. Die Rache ist damit kein Ausweg, sondern eine Fortsetzung.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 erreicht der Film einen hohen Wert, gestützt allerdings nur auf einige hundert Stimmen, wie sie für ältere Arbeiten außerhalb des laufenden Programms üblich sind. 66 Jahre nach dem Erscheinen wirkt vor allem die Kargheit der Erzählung nach: Der Stoff wird ohne Ausschmückung vorgetragen. Im historischen Drama steht die Arbeit für eine Machart, die moralische Fragen nicht auflöst, sondern stehen lässt. Der hohe Wert bei zugleich schmaler Beteiligung deutet auf ein Publikum, das den Film gezielt aufsucht und ihm bereitwillig folgt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Max von Sydow als Töre
- Birgitta Valberg als Märeta
- Gunnel Lindblom als Ingeri
- Birgitta Pettersson als Karin
- Axel Düberg als Thin Herdsman
- Allan Edwall als Beggar
- Tor Isedal als Mute Herdsman
- Ove Porath als Boy
- Axel Slangus als Bridge Keeper
- Gudrun Brost als Frida
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Verfügbarkeit
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