Simone: Woman of the Century (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Olivier Dahan |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-10-12 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (386 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Das Drama erzählt das Leben von Simone Veil: ihre Kindheit, ihre politischen Kämpfe und die Tragödien, die sie durchlebte. Der Bogen spannt sich von Auschwitz bis an die Spitze der europäischen Politik. Entstehen soll ein zugleich großes und persönliches Porträt einer Frau, deren außergewöhnlicher Lebensweg ihre Zeit durchquerte und mitprägte, getragen von einer humanistischen Botschaft, die bis heute nichts an Dringlichkeit verloren hat.
Veil arbeitet zunächst als Richterin und wird in den Siebzigerjahren zur Staatsfrau. Als Gesundheitsministerin setzt sie sich dafür ein, dass Schwangerschaftsabbrüche in Frankreich nicht länger bestraft werden. Später geht sie ins Europäische Parlament und wird dessen erste Präsidentin. Ihr Privatleben und ihr politisches und gesellschaftliches Vermächtnis erscheinen dabei wie ein Spiegel der europäischen Geschichte.
Entstehungsgeschichte
Olivier Dahan inszenierte das Werk, das 2022 erschien. Elsa Zylberstein, Rebecca Marder, Élodie Bouchez und Judith Chemla gehören zur Besetzung. Das Werk richtet sich ganz auf eine Frau und ihren Weg durch die europäische Geschichte aus, von der Kindheit bis in die Jahre an der Spitze der Politik.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie und ist als Biografie angelegt. Sein Zentrum bilden der Zweite Weltkrieg und die Verfolgung: Konzentrationslager, das Lager Auschwitz-Birkenau, die Erfahrung als KZ-Häftling und das Weiterleben als Holocaust-Überlebende prägen das Bild dieser Frau.
Bemerkenswert ist die Spannweite. Eine einzige Lebensgeschichte verknüpft die Erfahrung der Lager mit dem Aufbau eines geeinten Europas und mit gesellschaftspolitischen Reformen wie der Entkriminalisierung der Abtreibung. Die Verbindung von Intimem und Epischem deutet eine Erzählweise an, die private Verluste und öffentliches Wirken nicht voneinander trennt, sondern das eine aus dem anderen erklärt. Bei einem Stoff, der reale Opfer und das Grauen der Lager berührt, verlangt eine solche Anlage besondere Sorgfalt.
Einordnung & Wirkung
Die Wertung von 7,9 aus 10 ist ausgesprochen hoch. Allerdings stützt sie sich auf einige hundert Stimmen, also auf eine noch schmale Basis.
Vier Jahre nach dem Erscheinen reiht sich der Film in die Gruppe biografischer Dramen ein, die europäische Zeitgeschichte über ein einzelnes Leben zugänglich machen und die Erinnerung an den Holocaust mit politischer Gegenwart verbinden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elsa Zylberstein als Simone Veil (1968 - 2006)
- Rebecca Marder als Simone Veil (1941 – 1962)
- Élodie Bouchez als Yvonne Jacob
- Judith Chemla als Milou Jacob (1941-1952)
- Olivier Gourmet als Antoine Veil (1974 - 2006)
- Mathieu Spinosi als Antoine Veil (1946 - 1962)
- Sylvie Testud als Marceline Rozenberg (1968 - 1979)
- Esther Valding als Marceline Rozenberg (16 ans)
- Philippe Torreton als André Perdriau
- Antoine Gouy als Jean-Paul Davin
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