So weit die Füße tragen (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hardy Martins |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 152 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-12-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (158 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Herbst 1945: Clemens Forell wird zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und mit tausenden weiteren deutschen Kriegsgefangenen nach Sibirien deportiert. Schon der Transport fordert seinen Preis, nur ein Bruchteil der Männer erreicht das Arbeitslager überhaupt lebendig. Dort erwartet die Überlebenden harte Schufterei im Bergwerk, unter Bedingungen, die keinen Raum für Schwäche lassen. Ein erster Ausbruchsversuch scheitert, doch mit Hilfe des Lagerarztes Dr. Stauffer gelingt Forell 1949 schließlich die Flucht. Was folgt, ist ein jahrelanger Weg über den Kaukasus und durch Persien, eine Odyssee, die sich über weitere drei Jahre erstreckt, ehe sie ein Ende findet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2001 unter der Regie von Hardy Martins. In den zentralen Rollen sind Bernhard Bettermann, Michael Mendl, Anatoli Kotjonow und André Hennicke zu sehen. Freigegeben ist das Drama ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als Drama mit kriegsfilmischen Elementen verbindet der Stoff das persönliche Schicksal eines Einzelnen mit dem größeren historischen Rahmen von Gefangenschaft und Zwangsarbeit. Die Erzählung folgt einem klaren Weg, von der Verurteilung über die Lagerhaft bis zur langen Flucht, und legt den Schwerpunkt auf Durchhaltevermögen unter extremen Bedingungen statt auf äußere Spannungseffekte. Die Besetzung mit mehreren deutschsprachigen und einem russischsprachigen Darsteller deutet darauf hin, dass die Geschichte bewusst zwischen zwei Welten angesiedelt ist, dem Lagerleben in der Fremde und der Erinnerung an die Heimat, die den Fluchtweg antreibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld seines Genres. Seit dem Erscheinungsjahr 2001 sind mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, was den Stoff zeitlich klar von aktuellen Produktionen abgrenzt. Innerhalb des Kriegsdramas steht er für eine Erzählweise, die sich auf individuelles Überleben konzentriert und die historische Kulisse als Rahmen für eine persönliche Geschichte nutzt, ohne sich auf große Schlachtenbilder zu stützen.
Bilder



Besetzung & Stab
- Bernhard Bettermann als Oberleutnant Clemens Forell
- Michael Mendl als Dr. Heinz Stauffer
- Anatoliy Kotenyov als Oberleutnant Kamenev
- André Hennicke als Willi Bauknecht
- Hans Peter Hallwachs als Onkel Baudrexel
- Hans-Uwe Bauer als Leibrecht
- Antonio Wannek als Alfons Mattern
- Irina Narbekova als Dr. Pachmutova
- Pavel Lebeshev als Lagerkommandant
- Aleksandr Efremov als Igor
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