Spider (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Cronenberg |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-11-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 10.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 5.809.240 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (970 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Spider lebt in einem Männerwohnheim in London. Hinter ihm liegt eine Zeit in der Anstalt für kriminelle Geisteskranke, vor ihm ein Alltag, den er kaum bewältigt. Er ist verstört, murmelt Unverständliches vor sich hin und wechselt mit den anderen Bewohnern fast kein Wort. Was er zu sagen hat, kritzelt er in ein Tagebuch.
Seine Spaziergänge führen ihn zu den Orten seiner Kindheit, einen nach dem anderen. Dort liegt, woran er sich abarbeitet: der gewaltsame Tod seiner Mutter, der Vater, die neue Freundin des Vaters, die sich in seiner Wahrnehmung immer mehr der Verstorbenen anglich. Der kleine Spider zog sich damals aus seinem Umfeld zurück und versank in Gedanken, die Folgen hatten.
Entstehungsgeschichte
David Cronenberg inszenierte den Film, der 2002 erschien. Ralph Fiennes, Miranda Richardson, Gabriel Byrne und Lynn Redgrave sind besetzt — eine kleine Gruppe für einen Stoff, der zwischen Gegenwart und Kindheit hin und her geht und dabei einige Figuren doppelt braucht. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama, Mystery und Thriller greifen hier ineinander, ohne dass eines das andere verdrängt. Das Drama gehört der Figur, die Mystery ihrer Erinnerung, der Thriller dem Verdacht, dass an dieser Erinnerung etwas nicht stimmt.
Entscheidend ist die Erzählform: Alles, was über die Vergangenheit gesagt wird, stammt von einem Mann, dessen Wahrnehmung ausdrücklich als gestört beschrieben wird. Das Tagebuch, das er führt, ist zugleich Quelle und Problem. Eine Geschichte, die so gebaut ist, verlangt vom Publikum, dass es mitliest statt mitzuglauben — und sie hält offen, wie viel von dem Gesehenen Rekonstruktion und wie viel Konstruktion ist.
Einordnung & Wirkung
Einige hundert Stimmen ergeben 6,7 von 10. Das ist ein solides, kein begeistertes Urteil, wie es bei sperrigen Erzählweisen häufig zustande kommt: Wer sich auf die Perspektive einlässt, bewertet hoch, wer eine klare Auflösung erwartet, niedrig.
Vierundzwanzig Jahre nach dem Erscheinen wirkt die Zurückhaltung des Films eher moderner als damals üblich.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ralph Fiennes als Spider
- Miranda Richardson als Yvonne / Mrs. Cleg
- Gabriel Byrne als Bill Cleg
- Lynn Redgrave als Mrs. Wilkinson
- John Neville als Terrence
- Philip Craig als John
- Bradley Hall als Spider Boy
- Gary Reineke als Freddy
- Sara Stockbridge als Gladys
- Cliff Saunders als Bob
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Verfügbarkeit
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