Tamara (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alexandre Castagnetti |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-10-26 |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (647 Stimmen) |
Worum es geht
Tamara ist fünfzehn, übergewichtig und im Schulalltag regelmäßig Ziel von Spott. Zu Hause wird es nicht leichter: Der neue Freund ihrer Mutter bringt eine Tochter mit, und plötzlich muss Tamara ihr Zimmer teilen. In der neu zusammengesetzten Familie fühlt sie sich fremd, gefragt hat sie niemand. Um sich selbst etwas zu beweisen, schließt sie nach den Sommerferien eine Wette mit ihrer Freundin ab: Mit dem ersten Jungen, der ins Klassenzimmer kommt, will sie sich zu einem Date treffen. Dann betritt ausgerechnet Diego den Raum, und was als trotziger Beweis gedacht war, gerät außer Kontrolle.
Entstehungsgeschichte
Inszeniert hat den 2016 herausgekommenen Film Alexandre Castagnetti. Die Titelfigur und ihr Umfeld tragen Héloïse Martin, Sylvie Testud, Rayane Bensetti und Cyril Gueï, ein Ensemble, das sich sichtbar auf zwei Lager verteilt: die Schulwelt und die Erwachsenen, die den Umbau der Familie zu verantworten haben.
Hinter den Kulissen
Die Gattungszuordnung ist eindeutig und kennt keine Beimischung: Komödie. Das ist eine Festlegung mit Folgen, denn der Stoff ließe sich ebenso gut als Drama erzählen, Mobbing, Körperbild und eine Patchworkfamilie, in der niemand um Zustimmung gebeten wurde. Die komödiantische Anlage verlangt, dass die Kränkungen benannt werden, ohne die Erzählung zu erdrücken. Die Wette ist dafür der klassische Motor: eine selbst gestellte Bedingung, die die Hauptfigur aus der Deckung zwingt und zugleich jeden weiteren Schritt mit einer Notlüge belastet. Dass die andere Tochter im selben Zimmer schläft, verdoppelt den Druck, weil Tamara der Rückzugsraum fehlt. Der Konflikt sitzt damit nicht an einem Ort, sondern an zweien.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,4 von 10 liegt die Bewertung im soliden Mittelfeld, und die Zahl der abgegebenen Stimmen bleibt überschaubar. Das ergibt das Bild eines Films, der sein Publikum eher findet als überrennt. Zehn Jahre nach dem Erscheinen wirkt der Ausgangskonflikt kaum gealtert, denn wie über Körper geredet wird, gehört weiterhin zum Schulalltag. Innerhalb der Jugendkomödie zählt der Titel zu jener Spielart, die ihre Hauptfigur nicht vorführt, sondern ihr eine Wette in die Hand gibt, deren Preis sie selbst bezahlt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Héloïse Martin als Tamara
- Sylvie Testud als Amandine
- Rayane Bensetti als Diego
- Cyril Gueï als Chico
- Ina Castagnetti als Yogi
- Oulaya Amamra als Jelilah
- Jimmy Labeeu als Wagner
- Lou Gala als Anaïs
- Blanche Gardin als Valérie, la voisine
- Bruno Salomone als Philippe-André
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Verfügbarkeit
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