Tess (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roman Polanski |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 171 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-10-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 12.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 20.101.247 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (392 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Südengland im 19. Jahrhundert. Jack Durbeyfield ist verarmt und schickt seine Tochter Tess zu den wohlhabenden d’Urbervilles, wo sie eine Anstellung findet. Nach einem Tanzabend wird sie von dem eitlen Alec vergewaltigt und gerät in eine Abhängigkeit, in der sie seine Geliebte wird. Tess wird schwanger und flieht. Das Kind stirbt bei der Geburt.
Tess versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, und arbeitet als Magd. Sie heiratet Angel, den Sohn eines Pfarrers. Als er jedoch von ihrer Vergangenheit erfährt, geht er nach Übersee und lässt sie zurück. Tess muss sich fortan als Tagelöhnerin durchschlagen, und ihr Weg kreuzt sich erneut mit dem von Alec. Wie diese Begegnung ihr Schicksal bestimmt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Roman Polanski drehte das Drama, das 1979 herauskam. In den tragenden Rollen sind Nastassja Kinski, Peter Firth, Leigh Lawson und John Collin zu sehen. Die Freigabe ab 12 Jahren gilt für einen Stoff, der sexuelle Gewalt, den Tod eines Neugeborenen und gesellschaftliche Ächtung zum Thema hat. Die Besetzung verbindet eine Frau im Zentrum mit mehreren Männern, deren Handeln ihren Lebensweg bestimmt.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm bilden das Gerüst, doch die Liebesgeschichte ist hier keine romantische Zuflucht. Sie wird selbst zum Ort der Verletzung. Angel, der Mann, bei dem Tess Halt sucht, wendet sich ab, als er ihre Vergangenheit kennt. Die Schuld liegt damit nicht bei der Frau, der Gewalt angetan wurde, wird ihr aber von ihrer Umgebung zugeschrieben.
Die Anlage der Geschichte zeigt ein Leben, das von Standesunterschieden und Abhängigkeiten geprägt ist. Der verarmte Vater, die reiche Familie, die Arbeit als Magd und Tagelöhnerin markieren den sozialen Abstieg einer jungen Frau, die kaum Kontrolle über ihr Schicksal hat. Diese Mischung aus persönlicher Tragödie und gesellschaftlicher Enge prägt den ernsten Grundton.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,1 von 10 zeigt eine deutlich positive Aufnahme. Die Zahl der Stimmen liegt im dreistelligen Bereich, eine überschaubare, aber tragfähige Grundlage.
Siebenundvierzig Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den im 19. Jahrhundert angesiedelten Dramen, die ein Frauenschicksal ohne Beschönigung erzählen. Seine Wirkung bezieht er aus der Konsequenz, mit der er zeigt, wie Herkunft, Gewalt und gesellschaftliche Moral ein Leben einengen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nastassja Kinski als Tess Durbeyfield
- Peter Firth als Angel Clare
- Leigh Lawson als Alec d'Urberville
- John Collin als John Durbeyfield
- Rosemary Martin als Mrs. Durbeyfield
- Carolyn Pickles als Marian
- Richard Pearson als Vicar of Marlott
- David Markham als Reverend Mr. Clare
- Pascale de Boysson als Mrs. Clare
- Suzanna Hamilton als Izz Huett
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