The Act of Killing (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joshua Oppenheimer |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Historie |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-11-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 722.714 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (786 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1965 wurden in Indonesien nach einem Militärputsch innerhalb eines Jahres eine Million Menschen umgebracht: tatsächliche und vermeintliche Kommunisten, kritische Intellektuelle und Chinesen. Bestraft wurde dafür niemand. Die Täter sind heute mächtige Personen in Gesellschaft und Politik des Landes, manche werden weiterhin als Helden verehrt, und nicht wenige sind stolz auf das, was sie getan haben, und prahlen mit der Wirksamkeit ihrer Methoden. Einer von ihnen ist Anwar Congo, der in der Zeit des Genozids vom Kleinkriminellen zum Führer einer Todesschwadron aufstieg. Als der Regisseur ihn bittet, die damaligen Folterungen und Morde szenisch nachzustellen, geht er begeistert daran, sucht eifrig Darsteller aus und feilt an Dekors, Kostümen und Umsetzung. Erst im Verlauf dieser Arbeit wird er nachdenklich und beginnt, seine Taten zu reflektieren.
Entstehungsgeschichte
Joshua Oppenheimer verantwortet die 2012 herausgekommene Dokumentation. Vor der Kamera sind Anwar Congo, Herman Koto, Syamsul Arifin und Ibrahim Sinik zu sehen. Zugänglich ist der Film ab sechzehn Jahren, was dem Gegenstand entspricht.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm mit historischem Schwerpunkt wählt der Film ein Verfahren, das ihn von der üblichen Zeitzeugenbefragung trennt: Die Täter stellen ihre Taten selbst nach. Völkermord, Korruption und politische Dokumentation umreißen, worum es geht; das Nachspielen macht daraus eine Versuchsanordnung. Wer eine Tat inszeniert, muss sie sich zuvor genau vergegenwärtigen, und genau dort setzt der Film an. Dass Straflosigkeit und gesellschaftliches Ansehen der Beteiligten bis in die Gegenwart reichen, verschiebt den Gegenstand von der Vergangenheit in das Heute des Landes.
Einordnung & Wirkung
7,7 von 10 sind ein hoher Wert, gebildet aus einer Bewertungsbasis im oberen dreistelligen Bereich. Vierzehn Jahre nach dem Erscheinen steht der Film unter den Dokumentationen über Massenverbrechen an einer besonderen Stelle, weil er die Perspektive der Täter einnimmt, ohne sie zu entlasten. Der Wert sagt dabei wenig über Zustimmung zum Gezeigten und viel über die Wirkung eines Verfahrens, das seinen Gegenstand nicht kommentiert, sondern ihn sich selbst vorführen lässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anwar Congo als Self - Executioner in 1965
- Herman Koto als Self - Gangster & Paramilitary Leader
- Syamsul Arifin als Self - Governor of North Sumatra
- Ibrahim Sinik als Self - Newspaper Publisher
- Yapto Soerjosoemarno als Self - Leader of Pancasila Youth
- Safit Pardede als Self - Local Paramilitary Leader
- Jusuf Kalla als Self - Vice President of Indonesia
- Adi Zulkadry als Self - Fellow Executioner in 1965
- Suryono als Self - Anwar's Neighbor
- Haji Marzuki als Self - Member of North Sumatra Parliament
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Verfügbarkeit
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