Three Thousand Years of Longing (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | George Miller |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Liebesfilm |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-08-24 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 60.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 20.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (1.734 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alithea Binnie ist britische Professorin für Erzählforschung. In Istanbul findet sie eine alte Flasche — und befreit einen Dschinn.
Er bietet ihr drei Wünsche an. Statt sie sofort zu äußern, hört sie zu: Der Dschinn erzählt von seiner Vergangenheit. Von seiner Gefangenschaft durch König Salomon, von einer Liebe zu einer Konkubine zur Zeit Süleymans des Prächtigen und von einer Beziehung zu Zefir.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist A. S. Byatts Kurzgeschichte „The Djinn in the Nightingale's Eye" von 1994.
George Miller führte Regie und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Augusta Gore.
Tilda Swinton spielt Alithea Binnie, Idris Elba den Dschinn, Aamito Lagum die Königin von Saba, Matteo Bocelli den Prinzen Mustafa und Lachy Hulme den Sultan Suleiman.
Produziert wurde der Film von Doug Mitchell und George Miller. Die Kamera führte John Seale, den Schnitt besorgte Margaret Sixel, die Musik stammt von Tom Holkenborg.
Angekündigt wurde das Projekt im Oktober 2018. Der Dreh begann — durch die COVID-19-Pandemie verzögert — im November 2020 in Australien; weitere Aufnahmen entstanden in der Türkei und im Vereinigten Königreich. Das Budget betrug 60 Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Die Hauptfigur ist Erzählforscherin — das ist kein Zufall, sondern das Programm des Films. Eine Frau, die beruflich Geschichten untersucht, trifft auf ein Wesen, das nur aus Geschichten besteht. Ihre Fachkenntnis macht sie misstrauisch gegenüber Wünschen, weil sie weiß, wie solche Erzählungen ausgehen.
Daraus folgt die Bauform. Der Film besteht überwiegend aus Binnengeschichten — Salomon, Süleyman, Zefir. Die Rahmenebene ist ein Gespräch zwischen zwei Figuren; alles Spektakuläre liegt in der Vergangenheit und wird berichtet, nicht erlebt.
Für einen Regisseur, der für Verfolgungsjagden bekannt ist, ist das eine ungewöhnliche Wahl. Mit John Seale an der Kamera und Margaret Sixel am Schnitt arbeitete George Miller dabei mit denselben Beteiligten, mit denen er zuvor sehr anders geartete Filme gemacht hatte.
Einordnung & Wirkung
Bei 60 Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film weltweit 20,3 Millionen ein — 8,3 Millionen in den USA und Kanada, 12 Millionen im übrigen Ausland. Er gilt damit als Misserfolg an der Kasse.
Rotten Tomatoes weist 71 Prozent positive Bewertungen aus (260 Kritiken, Schnitt 6,5 von 10), Metacritic 60 von 100. Beim Publikum ergab CinemaScore ein „B".
Gelobt wurden der visuelle Stil und die Darstellerleistungen, kritisiert die erzählerische Substanz. Eine Besprechung fasste das dahingehend zusammen, der Film sei eher ein visuelles und sprachliches Vergnügen als eine Sache emotionaler Tiefe.
Der Abstand zwischen einer mehrheitlich positiven Kritik und einem Ergebnis von einem Drittel des Budgets beschreibt die Lage genau. Ein Film, dessen Reiz im Zuhören liegt und dessen Handlung überwiegend in einem Hotelzimmer stattfindet, ist an der Kinokasse schwer zu vermitteln — unabhängig davon, wie er beurteilt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tilda Swinton als Alithea
- Idris Elba als The Djinn
- Erdil Yaşaroğlu als Professor Günhan
- Sabrina Elba als British Council Lady / The Watcher
- Sarah Houbolt als Airport Djinn
- Seyithan Özdemir als Pale Djinn
- Aamito Lagum als The Queen of Sheba
- Nicolas Mouawad als King Solomon
- Ece Yüksel als Gulten
- Matteo Bocelli als Prince Mustafa
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