Über den Dächern von Nizza (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alfred Hitchcock |
|---|---|
| Genre | Mystery, Liebesfilm, Thriller |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-08-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.750.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.717 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
An der französischen Riviera treibt ein Juwelendieb sein Unwesen. Die Methode ist die von John Robie, einem berüchtigten Dieb, der längst aufgehört hat.
Robie gerät deshalb unter Verdacht. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er den Nachahmer selbst finden — und begegnet dabei Frances Stevens und deren Mutter.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alfred Hitchcock. Das Drehbuch schrieb John Michael Hayes nach David Dodges Roman von 1952.
Cary Grant spielt John Robie, genannt „Die Katze", Grace Kelly die Frances Stevens, Jessie Royce Landis deren Mutter Jessie Stevens, Charles Vanel den Monsieur Bertani und Brigitte Auber die Danielle Foussard.
Produziert wurde der Film von Alfred Hitchcock für Paramount Pictures. Die Kamera führte Robert Burks, den Schnitt besorgte George Tomasini, die Musik stammt von Lyn Murray. Gedreht wurde von Mai bis August 1954 im Verfahren VistaVision mit einem Seitenverhältnis von 1,5:1.
Zu den Drehorten gehören Saint-Jeannet, Gourdon, Nizza, Monaco, Grasse, Cannes, Èze, Saint-Jean-Cap-Ferrat und Cagnes-sur-Mer.
Hinter den Kulissen
Die Landschaft ist bei diesem Film kein Hintergrund, sondern Gegenstand. Neun Drehorte an der Riviera, aufgenommen in VistaVision — einem Verfahren, das für Breite und Detailschärfe gebaut war. Robert Burks erhielt dafür den Oscar für die beste Kamera.
Die Konstruktion ist eine Umkehrung des Kriminalfilms. Nicht die Polizei sucht den Täter, sondern der Verdächtige selbst — und er sucht jemanden, der genau so arbeitet, wie er es einmal tat. Robie muss seine eigene Vergangenheit rekonstruieren, um seine Gegenwart zu retten.
Daraus ergibt sich die Doppeldeutigkeit, von der der Film lebt. Jede Figur, die Robie näherkommt, könnte ihn durchschauen oder benutzen; jede Annäherung ist zugleich Ermittlung. Hitchcock lässt offen, wann das eine ins andere übergeht.
Einordnung & Wirkung
Bei der Oscarverleihung 1956 gewann Robert Burks für die beste Kamera. Nominiert war der Film außerdem für das Szenenbild und das Kostümdesign.
Rotten Tomatoes weist 93 Prozent positive Bewertungen aus. Gelobt wird die Verbindung aus romantischem Thriller, Landschaftsaufnahmen und darstellerischer Leistung.
Diese Verteilung von Preis und Lob ist aufschlussreich. Ausgezeichnet und hervorgehoben wurde durchweg, was man sieht — Kamera, Szenenbild, Kostüm, Landschaft. Die Kriminalhandlung trägt hier die Bilder, nicht umgekehrt.
Dazu passt die Wahl des Aufnahmeverfahrens. VistaVision war auf Breite und Schärfe ausgelegt, und neun Drehorte zwischen Cannes und Monaco sind eine Entscheidung für die Aussicht. Der Verdacht gegen Robie bleibt bestehen, aber er drückt nicht — er hält die Geschichte in Bewegung, während der Film seine Schauplätze vorführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cary Grant als John Robie
- Grace Kelly als Frances Stevens
- Jessie Royce Landis als Jessie Stevens
- John Williams als H. H. Hughson
- Charles Vanel als Bertani
- Brigitte Auber als Danielle Foussard
- Jean Martinelli als Foussard
- Georgette Anys als Germaine
- René Blancard als Commissaire Lepic (uncredited)
- William 'Wee Willie' Davis als Big Man in Kitchen (uncredited)
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