Uhrwerk Orange (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Stanley Kubrick |
|---|---|
| Genre | Science Fiction, Krimi |
| Laufzeit | 136 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-10-28 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 2.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 27.033.812 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (14.132 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alex DeLarge führt in einem nahen zukünftigen England eine Bande an, die nachts Wohnungen überfällt, prügelt und vergewaltigt. Tagsüber schläft er, hört Beethoven und verachtet seine Bewährungshelferin. Nach einem Mord verraten ihn seine eigenen Leute, und er kommt ins Gefängnis.
Dort meldet er sich für ein Programm, das Gewalttäter binnen zwei Wochen entlässt: Die Ludovico-Technik koppelt Übelkeit an Bilder von Gewalt, sodass er körperlich unfähig wird, jemandem etwas anzutun. Der Film stellt die Frage, ob ein Mensch, der nicht anders kann, überhaupt noch gut handelt — und zeigt anschließend, was mit ihm passiert, wenn er wehrlos in dieselbe Welt zurückkehrt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Anthony Burgess' Roman von 1962, geschrieben in einer erfundenen Jugendsprache aus russischen und englischen Bestandteilen. Kubrick übernahm sie weitgehend, ohne sie zu erklären.
Er verfilmte allerdings die amerikanische Ausgabe, in der das letzte Kapitel fehlt — dort kehrt Alex dem Leben ab und wird erwachsen. Ohne dieses Kapitel endet die Geschichte deutlich zynischer. Burgess hat sich zeitlebens darüber geärgert, sowohl über den Verlag als auch über den Film, und beklagte, seine Vorlage werde nur noch über Kubrick wahrgenommen.
Hinter den Kulissen
Kubrick drehte mit ungewöhnlich weitwinkligen Objektiven, wodurch Räume gedehnt und Gesichter verzerrt erscheinen. Für die Ludovico-Szene trug Malcolm McDowell Lidklammern; er erlitt dabei eine Hornhautverletzung und war zeitweise auf einem Auge blind. Ein Arzt stand während der Aufnahmen daneben, um die Augen feucht zu halten.
Die Szene, in der Alex zu "Singin' in the Rain" tritt und singt, entstand improvisiert: Kubrick fand die Sequenz zu steif und fragte McDowell nach einem Lied, das er auswendig könne. Die Musik stammt weitgehend von Wendy Carlos, die klassische Stücke auf einem Moog-Synthesizer einspielte.
Einordnung & Wirkung
Der Film war für vier Oscars nominiert, darunter bester Film und beste Regie, gewann jedoch keinen. Kommerziell war er trotz hoher Altersfreigabe sehr erfolgreich.
In Großbritannien zog Kubrick ihn 1973 selbst zurück, nachdem seine Familie Drohungen erhalten hatte und die Presse mehrere Gewalttaten mit dem Film in Verbindung brachte. Bis zu seinem Tod 1999 war er dort nicht zu sehen — ein in dieser Form einmaliger Vorgang. Die Debatte darüber, ob Darstellung von Gewalt zu Gewalt führt, wird seither regelmäßig an diesem Film aufgehängt, ohne dass die Forschungslage sie je entschieden hätte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Malcolm McDowell als Alex
- Patrick Magee als Mr. Alexander
- Carl Duering als Dr. Brodsky
- Michael Bates als Chief Guard
- Warren Clarke als Dim
- James Marcus als Georgie
- Michael Tarn als Pete
- Miriam Karlin als Catlady
- Adrienne Corri als Mrs. Alexander
- Sheila Raynor als Mum
Weitere Filme von Stanley Kubrick
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.