Wildes Treiben am Quai d'Orsay (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bertrand Tavernier |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-11-06 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.112.027 $ |
| Einspielergebnis | 5.586.646 $ |
| TMDB-Bewertung | 6 (308 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Arthur Vlaminck hat gerade die ENA abgeschlossen, die elitäre Nationale Hochschule für Verwaltung, und landet auf einem begehrten Posten: im Stab des französischen Außenministeriums am Quai d’Orsay. Dort untersteht er unmittelbar Minister Alexandre Taillard de Worms, einem Mann mit lebhaftem Temperament und ebenso viel Charisma. Der Minister überträgt ihm, was er selbst „das Wichtigste“ nennt: die Sprache.
Arthurs Aufgabe ist es, Reden zu schreiben und dafür die richtigen Worte zu finden, möglichst subtil und doch treffend. Politisch liegt er mit seinem Dienstherrn keineswegs auf einer Linie, doch er fügt sich in das System und wird bald selbst zum Konkurrenten der verschiedenen Chefberater, die im Ministerium um Einfluss ringen.
Entstehungsgeschichte
Bertrand Tavernier führte bei dieser Komödie Regie, die 2013 erschien und im Englischen „The French Minister“ heißt. Thierry Lhermitte, Raphaël Personnaz, Niels Arestrup und Bruno Raffaelli bilden das Ensemble. Ab zwölf Jahren freigegeben, richtet sich der Film an ein Publikum, das Freude an Wortwitz und politischem Betrieb mitbringt.
Hinter den Kulissen
Der Film ist reine Komödie, und doch spielt er in einer Welt, die gewöhnlich mit Ernst und Protokoll verbunden wird. Aus diesem Gegensatz bezieht die Anlage ihren Reiz: Das Außenministerium erscheint als Bühne, auf der Temperamente aufeinanderprallen und Formulierungen zur Machtfrage werden. Dass ausgerechnet das Schreiben von Reden im Zentrum steht, verschiebt den Blick weg von großen Entscheidungen hin zur Frage, wer die Worte liefert, mit denen sie verkündet werden.
Erzählt wird aus der Perspektive des Neulings, der wie das Publikum erst lernen muss, wie der Apparat funktioniert. Diese Konstruktion erlaubt es, die Rituale und Eitelkeiten eines Ministeriums von außen zu betrachten und zugleich zu zeigen, wie schnell man selbst Teil davon wird.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,0 von 10 liegt die Bewertung im Mittelfeld, getragen von einigen hundert Stimmen. Das deutet auf ein geteiltes Echo hin: Der Humor dieser Satire auf den Politikbetrieb dürfte nicht bei allen gleichermaßen verfangen. 13 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für eine Komödie, die ihren Witz weniger aus Slapstick als aus Sprache, Hierarchie und dem Innenleben einer Institution bezieht.
Bilder






Besetzung & Stab
- Thierry Lhermitte als Alexandre Taillard de Vorms
- Raphaël Personnaz als Arthur Vlaminck
- Niels Arestrup als Claude Maupas
- Bruno Raffaelli als Stéphane Cahut
- Julie Gayet als Valérie Dumontheil
- Anaïs Demoustier als Marina
- Thomas Chabrol als Sylvain Marquet
- Thierry Frémont als Guillaume Van Effentem
- Alix Poisson als Odile
- Marie Bunel als Martine
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Verfügbarkeit
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