毕赣
Werdegang
Bi Gan wurde am 4. Juni 1989 in der Stadt Kaili in der chinesischen Provinz Guizhou geboren und gehört der Ethnie der Miao an. Von 2008 bis 2011 studierte er Fernsehregie am Radio, Film, and Television Cadre College in Taiyuan, Shanxi, das 2013 in Communication University of Shanxi umbenannt wurde. Während seiner Studienzeit sah er Andrei Tarkowskis „Stalker" und entschied sich daraufhin, Filmemacher zu werden, nachdem er zuvor vor allem mit Hollywood-Filmen in Berührung gekommen war. 2010 drehte er den Kurzfilm „South", der bei einem hochschuleigenen Filmfestival ausgezeichnet wurde. 2012 folgte der Schwarz-Weiß-Kurzfilm „Diamond Sutra", der von einem Mord in einer abgelegenen Bergstadt erzählt und international Beachtung fand. Sein erster Spielfilm „Kaili Blues" erschien 2015 und brachte ihm breitere Aufmerksamkeit als Regisseur und Drehbuchautor. 2017/2018 schrieb und inszenierte er seinen zweiten Spielfilm „Long Day's Journey into Night" mit Tang Wei, Huang Jue, Sylvia Chang und Lee Hong-chi, ebenfalls angesiedelt in Guizhou.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Spielfilme von Bi Gan als Regisseur verzeichnet, keine Serien. Die Titel reichen von 2016 bis 2025, decken also einen Zeitraum von neun Jahren ab. Es handelt sich um „路边野餐" (2016), „Long Day's Journey Into Night" (2018) und „Resurrection" (2025). Genremäßig überwiegen Drama, Mystery und Science-Fiction, wobei alle drei Genres in der schmalen Filmografie gemeinsam auftreten, was auf eine wiederkehrende Verbindung von realistischen und traumhaft-fantastischen Elementen in seinem Schaffen hindeutet. Zwischen seinem Geburtsjahr und dem ältesten Titel liegen 27 Jahre, zum jüngsten Titel sind es 36 Jahre.
Einordnung
Die drei Titel liegen bei uns bewertungsmäßig eng beieinander: 7,2, 7,0 und 7,1 von 10, im Schnitt 7,1. Damit fällt die Bewertung über die gesamte, bislang schmale Filmografie hinweg konstant aus, ohne größere Ausschläge nach oben oder unten. Die zeitliche Spanne von neun Jahren zwischen dem ersten und dem jüngsten Titel zeigt eine kontinuierliche, aber nicht sehr umfangreiche Schaffensperiode innerhalb unseres Katalogs.