Claude Lelouch
Werdegang
Claude Barruck Joseph Lelouch wurde am 30. Oktober 1937 in Paris geboren und wuchs in einer algerisch-jüdischen Familie auf. Seinen ersten Zugang zum Kino beschreibt er als Kind, das seine Mutter während des Krieges in Kinosälen versteckte. Sein Vater schenkte ihm nach einem gescheiterten Abitur eine Kamera, mit der er seine Filmlaufbahn begann, unter anderem mit einer heimlich gedrehten Reportage über den Alltag in der Sowjetunion sowie Aufnahmen von Sportereignissen wie den 24 Stunden von Le Mans und der Tour de France. Nach seinem Militärdienst in einer Filmeinheit der französischen Armee, in der er über 100 Filme drehte, wurde er 1960 entlassen. Sein erster Spielfilm als Regisseur wurde von der Kritik verrissen, ebenso sein Film „La femme spectacle" aus dem Jahr 1963. Den Durchbruch brachte ihm 1966 „Ein Mann und eine Frau", der bei den Academy Awards 1967 für den besten fremdsprachigen Film und das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde. Lelouch gilt als Regisseur, dessen Methoden und Stil auch auf Kritik gestoßen sind.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind fünf Titel von Claude Lelouch als Regisseur vertreten, ausschließlich Spielfilme, keine Serien. Sie decken einen Zeitraum von 1966 bis 2019 ab, also 53 Jahre. Vertreten sind unter anderem „Ein Mann und eine Frau", „Der Löwe", „Die Entführer lassen grüßen", „Un plus une" und „Die schönsten Jahre eines Lebens". Die Genres reichen von Drama und Liebesfilm über Abenteuer bis Komödie, was auf eine gewisse Bandbreite in seinem Schaffen hindeutet.
Einordnung
Die fünf Titel liegen bewertungsmäßig zwischen 5,8 und 7,3 von 10, im Schnitt bei 6,7 von 10. Am besten bewertet ist „Ein Mann und eine Frau" mit 7,3, am schwächsten schneidet „Un plus une" mit 5,8 ab. Der älteste Titel im Bestand erschien 29 Jahre nach Lelouchs Geburt, der jüngste liegt 82 Jahre danach, was eine über Jahrzehnte reichende Präsenz seiner Werke im Katalog zeigt.