Claude Miller
Werdegang
Claude Miller wurde am 20. Februar 1942 geboren und starb am 4. April 2012. Er besuchte von 1962 bis 1963 die Pariser Filmschule IDHEC und sammelte erste praktische Erfahrungen beim Service Cinéma de l'Armée während seines Militärdienstes. Von 1965 bis 1974 arbeitete er als Assistent und in leitenden Funktionen für zahlreiche bedeutende französische Regisseure, darunter Robert Bresson und Jean-Luc Godard. Sein wichtigster Mentor war François Truffaut, unter dessen Anleitung Miller mehrere Kurzfilme sowie seinen ersten abendfüllenden Spielfilm realisierte, ein Coming-of-Age-Drama. In den folgenden Jahren entstanden weitere Werke, die als Hommagen an Truffaut gelesen wurden, teils mit denselben Mitarbeitern produziert. Nach Truffauts Tod 1984 übernahm Miller ein von diesem vorbereitetes Filmprojekt und stellte es 1988 fertig. Nach einer vierjährigen Pause kehrte er in den 1990er Jahren zur Regiearbeit zurück und drehte in den 2000er Jahren weitere Spielfilme. Zum Zeitpunkt seines Todes arbeitete er an einer Literaturverfilmung, die posthum fertiggestellt wurde.
Filmografie bei uns
Bei uns sind fünf Spielfilme von Claude Miller als Regisseur gelistet, Serien finden sich keine. Die Titel decken einen Zeitraum von 1981 bis 2012 ab, also 31 Jahre, und reichen bis 70 Jahre nach seinem Geburtsjahr. Genrelich dominieren Krimi, Drama und Thriller, ergänzt um Komödien- und Mystery-Elemente – ein Schwerpunkt auf düsteren, spannungsbetonten Stoffen zeichnet sich ab. Zu den Titeln zählen „Das Verhör" (1981), „Das Auge" (1983), „Das freche Mädchen" (1985), „Ein Geheimnis" (2007) und „Thérèse" (2012).
Einordnung
Die fünf Titel bei uns erreichen Bewertungen zwischen 5,8 und 7,5 von 10, im Schnitt 6,5 von 10. Am besten bewertet ist „Das Verhör" mit 7,5, am unteren Ende liegt „Thérèse" mit 5,8. Die Bewertungen liegen insgesamt im soliden mittleren bis oberen Bereich und verteilen sich relativ gleichmäßig über die gesamte Spanne von drei Jahrzehnten zwischen dem ältesten und dem jüngsten Titel im Katalog.