Irving Pichel
Werdegang
Irving Pichel, geboren am 24. Juni 1891, war ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmregisseur. Wie viele sprecherfahrene Theaterschauspieler wurde er mit dem Beginn des Tonfilms nach Hollywood geholt und gab dort 1930 sein Filmdebüt. Meist übernahm er Nebenrollen als Charakterdarsteller, häufig als Schurke. Parallel dazu begann er, als Regisseur zu arbeiten. Während seine Filme der 1930er-Jahre oft kostengünstig und durchwachsen inszeniert waren, stieg die Qualität seiner Arbeiten mit seiner Verpflichtung bei 20th Century Fox in den 1940er-Jahren. Mit wachsendem Erfolg als Regisseur trat er nur noch selten als Schauspieler auf, gelegentlich in kleinen Rollen eigener Filme. Zudem arbeitete er als Sprecher fürs Radio und war als Erzählerstimme in John Fords Filmen So grün war mein Tal und Der Teufelshauptmann zu hören.
Filmografie bei uns
In unserem Katalog ist Irving Pichel als Regisseur mit zwei Titeln vertreten, beide Spielfilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1932 und 1950 und decken damit eine Spanne von 18 Jahren ab. Der erste Titel entstand 41 Jahre nach seiner Geburt, der zweite 59 Jahre danach. Genrelich reicht das Spektrum von Thriller, Abenteuer und Horror über Action bis zu Science Fiction und Drama, was auf eine gewisse Bandbreite zwischen dunklen Spannungsstoffen und späterem Science-Fiction-Interesse hindeutet.
Einordnung
Die beiden bei uns geführten Titel, Graf Zaroff - Genie des Bösen und Endstation Mond, erreichen Bewertungen von 6,9 und 5,9 von 10, im Schnitt 6,4. Damit liegen beide Werke im soliden mittleren Bereich, ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Der zeitliche Abstand von 18 Jahren zwischen den beiden Produktionen zeigt, dass sich sein Wirken als Regisseur über einen längeren Zeitraum erstreckte, wobei unser Bestand nur diese zwei Stationen seiner Laufbahn abbildet.