Joseph H. Lewis
Werdegang
Joseph H. Lewis, geboren am 6. April 1907, war ein US-amerikanischer B-Movie-Regisseur. Zu Beginn seiner Laufbahn, zwischen 1937 und 1940, drehte er kostengünstige Western und erhielt von Studioeditoren wegen seiner Vorliebe für Wagenräder in der Bildkomposition den spöttischen Spitznamen „Wagon-Wheel Joe". Anfang der 1940er-Jahre arbeitete er im Horror-Genre unter anderem mit Béla Lugosi und Lionel Atwill zusammen, bevor er sich in der späten 1940er- und den 1950er-Jahren dem Film noir zuwandte. Sein 1944 entstandener Musicalfilm „Minstrel Man" mit Benny Fields entstand für die Low-Budget-Firma PRC Pictures. Gegen Ende seiner Karriere wechselte Lewis ins Fernsehen und führte dort vor allem bei Western-Serien Regie, darunter „Westlich von Santa Fé", „Bonanza", „Big Valley" und „Rauchende Colts", außerdem bei der Pilotfolge von „Geächtet".
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Spielfilme von Joseph H. Lewis als Regisseur verzeichnet: „Gefährliche Leidenschaft" (1950) und „Geheimring 99" (1955). Beide Titel liegen fünf Jahre auseinander und lassen sich den Genres Krimi, Liebesfilm und Drama zuordnen, was auf eine Neigung zu düster grundierten Beziehungsgeschichten mit kriminellem Einschlag hindeutet. Serien tauchen in unserer Auswahl nicht auf, obwohl Lewis später auch fürs Fernsehen tätig war.
Einordnung
Die beiden Titel erreichen bei uns Bewertungen von 7,4 und 7,0, im Schnitt 7,2 von 10 – ein durchweg positives, konsistentes Bild ohne größere Ausreißer. Der älteste erfasste Titel entstand 43 Jahre nach Lewis' Geburt, der jüngste 48 Jahre danach. Beide Filme fallen damit in die mittlere Schaffensphase des Regisseurs und decken nur einen kleinen, aber gleichmäßig gut bewerteten Ausschnitt seines Gesamtwerks ab.