John Qualen
Werdegang
John Qualen, geboren als Johan Mandt Kvalen am 8. Dezember 1899 in Vancouver, British Columbia, war Sohn norwegischer Einwanderer. Sein Vater, ein lutherischer Pfarrer, hatte den Familiennamen von „Kvalen“ zu „Qualen“ geändert. Bedingt durch die Versetzungen des Vaters zog die Familie häufig um; Qualen schloss die Elgin High School erst mit 20 Jahren ab. Ein Stipendium für die Northwestern University nahm er nicht wahr, da er zunächst arbeiten musste. Über den Chattaqua Circuit gelangte er an den Broadway, wo er als schwedischer Hausmeister in Elmer Rices „Street Scene“ seinen Durchbruch feierte. Diese Rolle übernahm er auch in der Verfilmung, was seinen Einstieg ins Filmgeschäft markierte. Mit „Arrowsmith“ (1931) unter John Ford begann eine über dreißigjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Qualen spielte in weit über hundert Filmen mit, oft mit skandinavischem oder anderem Akzent, und war bis in die 1970er-Jahre auch im Fernsehen präsent. Er war zudem als Schatzmeister des Authors Club und als Chronist der Masquers tätig. In seinen späteren Jahren erblindete er. John Qualen starb 1987 in Torrance, Kalifornien.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Filme mit John Qualen als Schauspieler verzeichnet: „Das Dschungelbuch“ (1942) und „Einer weiß zuviel“ (1950), die eine Spanne von acht Jahren abdecken. Die Genres reichen von Abenteuer und Fantasy über Familie bis hin zu Thriller, Krimi und Mystery – ein Hinweis auf die Bandbreite seiner Auftritte. Der älteste Titel entstand 43 Jahre, der jüngste 51 Jahre nach seiner Geburt.
Einordnung
Die beiden Titel erhalten bei uns Bewertungen von 6,8 und 6,4, im Schnitt also 6,6 von 10. Damit liegen sie auf einem soliden, mittleren Niveau, ohne größere Ausschläge nach oben oder unten. Angesichts der geringen Zahl von nur zwei erfassten Werken lässt sich aus diesen Zahlen kein umfassendes Bild seiner Filmografie zeichnen, sie bieten lediglich einen kleinen Ausschnitt aus einem deutlich umfangreicheren Schaffen.