Laura Gemser
Werdegang
Laura Gemser, mit vollem Namen Laurette Marcia Gemser, wurde am 5. Oktober 1950 in Surabaya auf Java als Tochter einer Indonesierin und eines Niederländers geboren. Mit vier Jahren zog sie mit ihrer Familie in die Niederlande, wo sie in Utrecht aufwuchs und die Artibus Art School mit Schwerpunkt Modedesign besuchte. Daneben arbeitete sie als Fotomodell, unter anderem in den Niederlanden und Belgien. Über eine Modelagentur erhielt sie ein Filmangebot italienischer Produzenten und gab 1974 in „Amore libero – Free Love" ihr Filmdebüt, obwohl sie keine schauspielerische Ausbildung besaß. Bekannt wurde sie vor allem durch Rollen in erotischen Filmen, unter anderem als Masseuse in „Emmanuelle 2 – Garten der Liebe" und in der Rolle der Black Emanuelle, die ihr zum internationalen Durchbruch verhalf. Über diese Produktion lernte sie ihren späteren Ehemann, den Schauspieler Gabriele Tinti, kennen, mit dem sie 1976 heiratete und fortan häufig gemeinsam vor der Kamera stand. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet Gemser als Kostümdesignerin.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Spielfilme mit Laura Gemser als Schauspielerin verzeichnet, keine Serien. Die Titel stammen aus den Jahren 1975 bis 1980, also aus einer Spanne von fünf Jahren, die bei ihr zwischen dem 25. und dem 30. Lebensjahr liegen. Vertreten sind „Black Emanuelle" (1975), „Nackt unter Kannibalen" (1977) und „Die Nackte von Sados" (1980). Genrelich decken die Titel Krimi, Drama, Thriller, Liebesfilm, Abenteuer und Horror ab, was die Mischung aus erotischen und actionbetonten Elementen widerspiegelt, die für die Filme dieser Phase kennzeichnend ist.
Einordnung
Die drei bei uns gelisteten Filme bewegen sich in einem Bewertungsbereich zwischen 5,0 und 6,1 von 10, im Schnitt bei 5,4 von 10. Damit liegen alle Titel im mittleren Bereich, ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Der älteste Titel im Katalog liegt inzwischen rund fünfzig Jahre zurück, der jüngste rund fünfundvierzig Jahre, sodass die gesamte hier erfasste Filmografie in einem eng begrenzten Fünf-Jahres-Fenster ihrer frühen Karriere liegt.