Mervyn Johns
Werdegang
Mervyn Johns wurde am 17. Februar 1899 geboren. Er war der Vater der Schauspielerin Glynis Johns, mit der er gemeinsam in „The Halfway House" (1944) und „The Sundowners" (1960) auftrat. Beschrieben wird er als stämmiger, wohlwollend wirkender walisischer Charakterdarsteller, der während des Zweiten Weltkriegs unerwartet zu einem gefragten Gesicht des britischen Films wurde und danach rasch in Nebenrollen der Nachkriegszeit wechselte. Zu seinen im Gedächtnis gebliebenen Rollen zählt der eingeschüchterte „Bob Cratchit" gegenüber Alastair Sims kaltherzigem „Ebenezer Scrooge" in der als maßgeblich geltenden Verfilmung von „A Christmas Carol" (1951).
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel mit Mervyn Johns als Schauspieler verzeichnet, beide Spielfilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1945 und 1951, also aus einer Zeitspanne von sechs Jahren, die in den mittleren Lebensjahren des 1899 geborenen Darstellers liegt – der erste Titel entstand rund 46 Jahre, der zweite rund 52 Jahre nach seiner Geburt. Genrelich decken die beiden Filme Fantasy, Drama, Horror und Thriller ab, was auf ein Wirken in atmosphärisch dichten, nicht rein realistischen Stoffen hindeutet. Konkret handelt es sich um „Traum ohne Ende" (1945) und „Eine Weihnachtsgeschichte" (1951), letztere jene Verfilmung, in der er den „Bob Cratchit" spielte.
Einordnung
Die beiden bei uns geführten Titel erhalten Bewertungen von 7,4 und 7,2, im Schnitt also 7,3 von 10 – ein insgesamt solides bis gutes Niveau ohne größere Ausreißer nach unten. Die Spanne zwischen den beiden Filmen umfasst sechs Jahre, was für eine punktuelle statt durchgehende Erfassung seiner Karriere im Katalog spricht.