1984 (1984)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Radford |
|---|---|
| Genre | Drama, Science Fiction, Thriller |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1984-11-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 7.430.072 $ |
| Einspielergebnis | 8.430.492 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (1.711 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Winston Smith gehört zur Äußeren Partei und arbeitet im Ministerium für Wahrheit in Ozeanien. Seine Aufgabe ist es, Vergangenes an die jeweils gültige Gegenwart anzupassen.
Er beginnt zu zweifeln. Er führt ein Tagebuch — verboten — und trifft sich heimlich mit Julia. Der Parteifunktionär O'Brien gibt ihm ein verbotenes Buch. Was danach kommt, ist Verhaftung, Verhör und der Raum 101, in dem jeder mit dem konfrontiert wird, wovor er sich am meisten fürchtet.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist George Orwells Roman.
Michael Radford führte Regie und schrieb das Drehbuch.
John Hurt spielt Winston Smith, Richard Burton den O'Brien, Suzanna Hamilton die Julia, Cyril Cusack den Charrington und Gregor Fisher den Parsons.
Produziert wurde der Film von Simon Perry. Die Kamera führte Roger Deakins, den Schnitt besorgte Tom Priestley. Die Musik stammt von Dominic Muldowney und den Eurythmics.
Gedreht wurde von April bis Juli 1984 in London und Umgebung. Der Film dauert 106 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Dreh fand im Jahr 1984 statt, an den Orten und in den Monaten, in denen der Roman spielt. Diese Übereinstimmung ist der auffälligste Zug dieser Verfilmung — sie stellt den Stoff nicht in eine Zukunft, sondern in seinen eigenen Titel.
Um die Musik gab es Streit. Ursprünglich sollten die Eurythmics die Filmmusik liefern; Michael Radford beauftragte zusätzlich Dominic Muldowney mit einer klassisch angelegten Partitur. Bei der Premiere überwog Muldowneys Musik, Virgin Films brachte den Film später in einer Fassung heraus, in der überwiegend die Eurythmics zu hören sind. Aus dem Streit gingen zwei Versionen hervor: die Kinofassung und ein Director's Cut.
Mit Roger Deakins an der Kamera arbeitete der Film an einem Bild, das Ozeanien nicht futuristisch, sondern heruntergekommen zeigt — die Zukunft als abgenutzte Gegenwart.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 75 Prozent aus, Metacritic 67 von 100. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
Beim Evening Standard British Film Award wurde der Film als bester Film ausgezeichnet, John Hurt als bester Hauptdarsteller. Beim Festival von Fantasporto erhielt Hurt den Darstellerpreis, in Valladolid 1984 wurden Hurt und Burton für ihre Leistungen und Radford für die Regie ausgezeichnet; beim Istanbul Film Festival gab es die Goldene Tulpe.
Roger Ebert beschrieb die Filmwelt als etwas, das wie ein Jahr durch einen Zeittunnel ankomme, und hob den visuellen Realismus von Orwells Vision hervor.
Dass der Film in Valladolid sowohl Hurt als auch Burton für ihre Leistungen auszeichnete, trifft den Kern der Konstruktion. Winston und O'Brien sind kein Held und kein Bösewicht, sondern zwei Positionen in einem Verhältnis, das erst gegen Ende sichtbar wird — und beide Rollen hängen voneinander ab.
Bilder








Besetzung & Stab
- John Hurt als Winston Smith
- Richard Burton als O'Brien
- Suzanna Hamilton als Julia
- Cyril Cusack als Charrington
- Gregor Fisher als Parsons
- James Walker als Syme
- Andrew Wilde als Tillotson
- David Cann als Martin
- Peter Frye als Rutherford
- Roger Lloyd Pack als Waiter
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