Agora - Die Säulen des Himmels (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alejandro Amenábar |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama, Historie |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-05-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 70.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 39.457.342 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (1.612 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alexandria im Jahr 391. Hypatia lehrt an der Bibliothek des Serapeum — Philosophie, Astronomie, Mathematik. Unter ihren Schülern sind Orestes und der Christ Synesios; beide, wie auch der Sklave Davus, sind in sie verliebt.
Die Stadt zerreißt es zwischen Christen, Juden und Anhängern der alten Götter. Als fanatische Christen den Tempel zerstören, stirbt Hypatias Vater Theon. Jahre später ist Orestes Präfekt, Synesios Bischof — und Hypatia forscht weiter, während Bischof Kyrill sie als Hexe bezeichnet.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alejandro Amenábar, der das Drehbuch gemeinsam mit Mateo Gil schrieb. Produziert wurde der Film von Álvaro Augustin und Fernando Bovaira.
Rachel Weisz spielt Hypatia, Max Minghella den Davus, Oscar Isaac den Orestes, Ashraf Barhom den Ammonius, Michael Lonsdale den Theon, Rupert Evans den Synesios von Kyrene, Sami Samir den Kyrill von Alexandria und Manuel Cauchi den Theophilus.
Die Kamera führte Xavi Giménez, den Schnitt Nacho Ruiz Capillas, die Musik stammt von Dario Marianelli; die Kostüme entwarf Gabriella Pescucci, das Szenenbild Guy Dyas.
Der Film ist eine spanische Produktion in englischer Sprache, dauert 126 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Der spanische Start war am 9. Oktober 2009, der deutsche am 11. März 2010.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ausdrücklich keine Rekonstruktion, sondern eine fiktionalisierte Darstellung. Erfunden ist insbesondere Hypatias Forschungsarbeit zum heliozentrischen Weltbild und zu elliptischen Planetenbahnen.
Genau daran setzt die historische Kritik an. Maria Dzielska hält dem Film vor, den Konflikt fälschlich als Wissenschaft gegen Religion darzustellen, und findet wenig von der überlieferten Hypatia darin wieder.
Richard Carrier widerspricht in diesem Punkt. Er nennt den Film hervorragend und betont, es gehe darin nicht um Christentum gegen Wissenschaft; er sieht darin eher eine Entsprechung zur Lage im Nahen Osten.
Der Film zeigt Hypatias gewaltsamen Tod — und er zeigt, was ihm vorausgeht: dass Bischof Kyrill sie als Hexe diffamiert, bevor die Menge sich holt, was ihr zugewiesen wurde.
Einordnung & Wirkung
Bei den Goyas 2010 gewann der Film sieben Preise — für Kamera, Kostüme, Maske, Szenenbild, Produktionsleitung, Originaldrehbuch und Spezialeffekte. Nominiert war er zudem als bester Film, für die Regie, Rachel Weisz, Schnitt, Musik und Ton; hinzu kamen fünf Nominierungen beim Cinema Writers Circle Award.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „wertvoll".
Rotten Tomatoes weist 56 Prozent aus, Metacritic 55 von 100.
Das Lexikon des internationalen Films nannte ihn ein leidenschaftliches Plädoyer für Vernunft und Humanismus gegen Fanatismus, Intoleranz und Machtstreben, mit einer charismatischen, vorzüglich gespielten Frauengestalt.
Sieben Goyas bei mittelmäßigen internationalen Bewertungen beschreiben die Lage: In Spanien galt der Film als große Produktion, andernorts als eine, die sich zu viel vorgenommen hatte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rachel Weisz als Hypatia
- Max Minghella als Davus
- Oscar Isaac als Orestes
- Ashraf Barhom als Ammonius
- Michael Lonsdale als Theon
- Rupert Evans als Synesius
- Homayoun Ershadi als Aspasius
- Sami Samir als Cyril
- Richard Durden als Olympius
- Omar Mostafa als Isidorus
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Verfügbarkeit
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