Armee im Schatten (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Melville |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama, Thriller, Historie |
| Laufzeit | 138 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-09-10 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 906.133 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (774 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich im Jahr 1942: Die Mitglieder der Résistance bekämpfen die Besatzer. Philippe Gerbier, selbst im Widerstand, ist mit Mühe aus der Haft entkommen und sucht nun den Mann, der Schuld an seiner Verhaftung trägt, um ihn zu richten. Mathilde ist Mitglied und Leiterin der Pariser Résistance; die Gestapo will sie zwingen, den Widerstand zu verraten, indem sie ihre Tochter gegen sie in der Hand hält. Zwei Wege, die sich kreuzen, und beide führen an einen Punkt, an dem Loyalität und Überleben nicht mehr zusammengehen.
Entstehungsgeschichte
Jean-Pierre Melville inszenierte den 1969 erschienenen Film. Lino Ventura, Paul Meurisse, Jean-Pierre Cassel und Simone Signoret tragen die Handlung. Als Vorlage diente ein Roman. Die Freigabe ab sechzehn Jahren entspricht einem Stoff, der von Verhaftung, Verrat und Vergeltung handelt.
Hinter den Kulissen
Genauer als die Genres zeichnen die Motive den Rahmen: Paris und Marseille als Schauplätze, das Vichy-Regime, Konzentrationslager, der Zweite Weltkrieg. Kriegsfilm, Drama, Thriller und Historie beschreiben dazu vier Zugriffe, von denen der Thriller der überraschendste ist — die Spannung entsteht nicht aus Schlachten, sondern aus der Frage, wer wen wann verrät. Untergrundarbeit lässt sich so erzählen, weil sie aus Warten, Übergaben und dem Verbergen von Namen besteht. Bei einem Stoff, in dem Verfolgung und Lager vorkommen, trägt keine Heroisierung; die Anlage der Geschichte deutet auf das Gegenteil, auf Figuren, die zahlen.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 liegt die Bewertung deutlich über dem Mittel, wenn auch auf einer dreistelligen, also schmalen Stimmenbasis. Siebenundfünfzig Jahre nach 1969 liegt zwischen dem Film und der Gegenwart mehr Zeit als zwischen ihm und den geschilderten Ereignissen — das rückt ihn selbst in eine historische Position. Im Kriegsfilm gehört er zu der Richtung, die auf Schlachtdarstellung verzichtet und stattdessen die Arbeit im Untergrund und ihren Preis in den Mittelpunkt stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lino Ventura als Philippe Gerbier
- Paul Meurisse als Luc Jardie
- Jean-Pierre Cassel als Jean-François Jardie
- Simone Signoret als Mathilde
- Claude Mann als Claude Ullman / Le Masque
- Paul Crauchet als Félix Lepercq
- Christian Barbier als Guillaume Vermesch / Le Bison
- Alain Dekok als Legrain
- Alain Libolt als Paul Dounat
- Jean-Marie Robain als Baron de La Ferté-Talloires
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