Der eiskalte Engel (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Melville |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-10-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 215.245 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (1.305 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach dem Mord an einem Jazzclubbesitzer nimmt die Polizei bei einer Razzia den Auftragskiller Jef Costello fest. Die Hauptzeugin des Mordes hat den Täter eindeutig erkannt — und deckt ihn dennoch. Costello kommt frei, wird aber weiterhin beschattet. Genau diese ungewollte Nähe zur Polizei macht ihn für den Auftraggeber des Mordes zur Gefahr, und der will ihm nun selbst ans Leben. Nach und nach zieht sich das Netz um den schweigsamen Killer enger, und zwar von zwei Seiten zugleich.
Entstehungsgeschichte
Jean-Pierre Melville führte Regie; der Film stammt aus dem Jahr 1967. Alain Delon, François Périer, Nathalie Delon und Cathy Rosier stehen in den tragenden Rollen. Die Besetzung bleibt schmal, was zu einer Erzählung passt, die um eine einzige Figur kreist und ihr Umfeld auf Verfolger, Zeugin und Auftraggeber reduziert. Ab 16 Jahren ist der Film freigegeben. Einordnen lässt sich die Arbeit zwischen Nouvelle Vague und Film Noir.
Hinter den Kulissen
Krimi, Thriller und Drama greifen ineinander, und sechs Stichworte zeigen, worauf die Erzählung ihr Gewicht legt: Paris als Ort, ein Auftragsmörder als Figur, ein Jazzclub als Schauplatz, dazu Polizei, Verrat und Observation. Auffällig ist, dass drei dieser sechs Stichworte Vorgänge des Beobachtens und Hintergehens bezeichnen. Die Beschattung ist damit nicht Beiwerk, sondern das eigentliche Verfahren. Auch die Konstruktion der Zeugin ist ungewöhnlich: Sie erkennt den Täter, schützt ihn aber, und aus dieser einen Entscheidung entsteht die gesamte weitere Bewegung. Der Killer wiederum wird als schweigsam beschrieben — eine Figur also, die ihre Motive nicht ausspricht und deren Handlungen für sich stehen müssen.
Einordnung & Wirkung
7,8 von 10 bei einer vierstelligen Zahl abgegebener Stimmen ist ein hoher Wert, getragen von einer eher kleinen, aber deutlich zugewandten Zahl an Stimmen. 59 Jahre nach dem Erscheinen 1967 liegt der Film weit genug zurück, dass sein Tempo und seine Wortkargheit als bewusste Setzung lesbar sind. Im Kriminalfilm steht er für die Richtung, die den Täter statt des Ermittlers ins Zentrum stellt und die Spannung aus Präzision statt aus Überraschung bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alain Delon als Jef Costello
- François Périer als Superintendant
- Nathalie Delon als Jane Lagrange
- Cathy Rosier als Valérie
- Michel Boisrond als Wiener
- Catherine Jourdan als Locker Room Girl
- Jean-Pierre Posier als Olivier Rey
- Robert Favart als Bartender
- Jacques Leroy als Walkway Man
- Roger Fradet als Inspector #1
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