Asphalt-Cowboy (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Schlesinger |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-05-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 3.600.000 $ |
| Einspielergebnis | 44.785.053 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (1.679 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Joe Buck verlässt Texas im Cowboykostüm und fährt nach New York. Sein Plan: als Gigolo Geld verdienen.
Es kommt anders. Er wird ausgeraubt und steht mittellos da. In dieser Lage lernt er „Ratso" Rizzo kennen, einen Kleinkriminellen mit schlechter Gesundheit. Die beiden schlagen sich gemeinsam durch, und aus dem Zweckbündnis wird etwas anderes. Ihr Ziel heißt Florida.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist James Leo Herlihys Roman „Midnight Cowboy" von 1965, auf Deutsch als „Rodeo der Nacht" beziehungsweise „Mitternachts-Cowboy" erschienen.
Regie führte John Schlesinger, das Drehbuch schrieb Waldo Salt, produziert wurde der Film von Jerome Hellman.
Jon Voight spielt Joe Buck, Dustin Hoffman den „Ratso" Rizzo. In weiteren Rollen sind Brenda Vaccaro als Shirley, Sylvia Miles als Cass, John McGiver als Mr. O'Daniel und Ruth White als Sally Buck zu sehen.
Die Kamera führte Adam Holender, den Schnitt besorgte Hugh A. Robertson, die Musik stammt von John Barry. Der Film erschien 1969 und dauert 108 Minuten.
Hinter den Kulissen
Die Freigabegeschichte ist ein Kapitel für sich. 1969 erhielt der Film in den USA das X-Rating — und war damit der erste Film mit dieser Einstufung, der den Oscar als bester Film gewann. 1971 wurde die Freigabe auf die neu geschaffene R-Kategorie geändert. Die deutsche DVD ist ab 16 Jahren freigegeben.
Erzählerisch beruht der Film auf einem doppelten Missverständnis. Joe hält sich für begehrenswert und die Stadt für eine Gelegenheit; beides erweist sich als falsch. Was ihm bleibt, ist eine Freundschaft, die er nicht gesucht hat.
Der Cowboyaufzug ist dabei die zentrale Setzung. Ein Kostüm, das in Texas nicht auffällt, macht in New York aus seinem Träger eine Figur — und genau darauf setzt Joe, ohne zu merken, dass er damit lächerlich wirkt.
Einordnung & Wirkung
Bei der Oscarverleihung 1970 gewann der Film in drei Kategorien: bester Film, beste Regie und bestes adaptiertes Drehbuch. Jon Voight erhielt den Golden Globe als vielversprechendster Nachwuchsdarsteller.
Die VideoWoche beschrieb ihn als mehrfach ausgezeichnetes Drama mit nachhaltiger Kritik am amerikanischen Way of Life. Das Lexikon des internationalen Films nannte die Dialoge krass und das Milieu glaubwürdig, hielt die psychologische Zeichnung aber für weniger überzeugend.
Der Oscar für einen Film mit X-Rating markiert eine Zäsur. Er zeigt, dass sich der Maßstab dessen, was ein preiswürdiger Film sein darf, in diesen Jahren verschob — und dass die Einstufung als anstößig nicht mehr gleichbedeutend mit Ausschluss war.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dustin Hoffman als Ratso
- Jon Voight als Joe Buck
- Sylvia Miles als Cass
- John McGiver als Mr. O'Daniel
- Brenda Vaccaro als Shirley
- Barnard Hughes als Towny
- Ruth White als Sally Buck
- Jennifer Salt als Annie
- Gilman Rankin als Woodsy Niles
- Gary Owens als Little Joe
Weitere Filme von John Schlesinger
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.