Bob Roberts (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tim Robbins |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-09-04 |
| Budget | 3.900.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (179 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Filmteam begleitet Bob Roberts, einen Folksänger mit ungewöhnlichem Repertoire, auf seiner Kampagne für einen Sitz im US-Senat. Statt der üblichen Protestlieder gegen Ungerechtigkeit singt Roberts gegen Sozialleistungen und das, was er als larmoyantes liberales Klagen abtut. Die Kamera bleibt dabei nah an seiner Kampagne und zeigt, wie geschickt Bilder, Auftritte und Botschaften für die Öffentlichkeit zurechtgeschnitten werden. Der Film gibt sich als Dokumentation aus und lässt die Grenze zwischen echter Beobachtung und Inszenierung bewusst verschwimmen.
Entstehungsgeschichte
Tim Robbins schrieb und inszenierte "Bob Roberts" 1992 und übernahm zugleich die Hauptrolle. An seiner Seite stehen Giancarlo Esposito, Alan Rickman und Ray Wise. Der Film ist als fiktive Dokumentation angelegt, eine Form, die dem Stoff seine besondere Erzählperspektive gibt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zum Thema: Die politische Kampagne wird als Show vorgeführt, deren komische Übertreibungen zugleich ernstes Beobachtungsmaterial liefern. Dass die Handlung im Gewand eines Dokumentarfilms erzählt wird, verstärkt diesen Effekt zusätzlich, weil sie die Mechanismen der Medienberichterstattung selbst nachbildet, die sie eigentlich entlarven will. Die Besetzung mit Schauspielern, die unterschiedliche Facetten von Öffentlichkeit, Presse und Gegenspielern abdecken, unterstreicht die Anlage als Ensemblestück rund um eine zentrale, manipulative Figur. Die Perspektive der Filmemacher, die Roberts begleiten, bleibt dabei ein erzählerisches Mittel, um Distanz und Nähe zugleich herzustellen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich "Bob Roberts" im Mittelfeld dessen, was für Werke seines Genres üblich ist. Mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Entstehung liegt der Film zeitlich inzwischen weit zurück, was seine Machart als Mockumentary über eine politische Kampagne in einem Kontext betrachten lässt, der sich seither medial deutlich verändert hat. Innerhalb der Schnittmenge von Komödie und Drama bleibt er ein Beispiel dafür, wie sich satirische Zuspitzung und ernstes Anliegen in einer einzigen Figur verbinden lassen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Tim Robbins als Bob Roberts
- Giancarlo Esposito als Bugs Raplin
- Alan Rickman als Lukas Hart III
- Ray Wise als Chet MacGregor
- Brian Murray als Terry Manchester
- Gore Vidal als Senator Brickley Paiste
- Rebecca Jenkins als Delores Perrigrew
- Harry Lennix als Franklin Dockett
- John Ottavino als Clark Anderson
- Robert Stanton als Bart Macklerooney
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Verfügbarkeit
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