Butcher Boy - Der Schlächterbursche (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Neil Jordan |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-02-20 |
| Einspielergebnis | 5.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (130 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Francie Brady wächst in einer irischen Kleinstadt auf, mit einem alkoholkranken Vater und einer depressiven Mutter im Rücken. Vor dieser Wirklichkeit flüchtet er sich in eine eigene, von Cowboys und Indianern bevölkerte Fantasiewelt, die ebenso naiv wie poetisch und gewaltbereit ist. Seinen ständigen Begleiter findet er in Joe, mit dem er sich Streiche und Racheaktionen ausdenkt – bevorzugtes Ziel ist die hochnäsige Nachbarin Mrs. Nugent samt ihrem kränklichen Sohn. Als Francies Eltern nacheinander sterben, verschärft sich seine Einsamkeit, und seine Träume und Visionen nehmen eine zunehmend düstere Färbung an. Wohin das führt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1998 unter der Regie von Neil Jordan. In den zentralen Rollen sind Eamonn Owens als Francie und Alan Boyle als Joe zu sehen, an ihrer Seite stehen Fiona Shaw und Stephen Rea. Eamonn Owens trägt als jugendlicher Hauptdarsteller die Erzählung praktisch im Alleingang, während die erfahreneren Namen im Ensemble die Erwachsenenwelt um ihn herum abstecken.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Komödie und Drama zugleich deutet an, wie der Stoff angelegt ist: Kindliche Streiche und schwarzer Humor stehen neben Verlust, Krankheit und seelischem Zerfall. Die Perspektive eines Kindes, das sich in eine Fantasiewelt aus Cowboys und Indianern flüchtet, erlaubt es, harte Themen wie Alkoholismus, Depression und Tod durch einen kindlich-naiven, zunehmend verstörten Blick zu brechen. Dass die Geschichte über den Verlust beider Elternteile hinaus in immer dunklere Visionen mündet, zeigt eine Erzählung, die sich bewusst von einer geradlinigen Coming-of-Age-Geschichte entfernt und stattdessen den psychischen Verfall ihrer Hauptfigur in den Mittelpunkt rückt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breit diskutierter Titel beschreiben, wohl aber als einer, der bei denen, die ihn gesehen haben, eine klare, mittig-positive Einschätzung hinterlässt. Seit dem Erscheinungsjahr 1998 sind mittlerweile 27 Jahre vergangen, was den Film innerhalb der irischen Filmgeschichte der neunziger Jahre verortet. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama nimmt er eine Position ein, die sich weniger über leichte Unterhaltung als über die Verbindung von kindlicher Vorstellungskraft und ernsten familiären Abgründen definiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Eamonn Owens als Francie Brady
- Alan Boyle als Joe Purcell
- Fiona Shaw als Mrs. Nugent
- Stephen Rea als Da Brady
- Ian Hart als Uncle Arlo
- Peter Gowen als Leddy
- Sean McGinley als Sergeant
- Aisling O'Sullivan als Ma Brady
- John Kavanagh als Dr. Boyd
- Andrew Fullerton als Phillip Nugent
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Verfügbarkeit
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