Cäsar muss sterben (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paolo Taviani |
|---|---|
| Genre | Drama, Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 77 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-03-02 |
| Einspielergebnis | 52.632 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (164 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im römischen Gefängnis Rebibbia tauschen Häftlinge für einige Monate ihre Zellen gegen eine Bühne. Ein Theaterregisseur hat der Gefängnisleitung vorgeschlagen, mit den Insassen ein Stück einzustudieren, und die Idee wird angenommen: Shakespeares „Julius Cäsar“. Die Männer arbeiten sich in Texte ein, die sie an Stellen ihres Inneren führen, die zuvor unberührt blieben. Die Proben sind mühsam, doch die Hoffnung auf einen Moment der Erfüllung trägt sie weiter. Zugleich holt sie die eigene Vergangenheit ein: die Taten, die sie hinter Gitter brachten, lassen sich nicht abstreifen. Während die Beschäftigung mit dem Stück manchen Unruhe nimmt, macht die neu entdeckte Freiheit der Interpretation anderen die eigene Gefangenschaft erst richtig bewusst.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2012 und wurde von Paolo Taviani inszeniert. Vor der Kamera stehen Giovanni Arcuri, Cosimo Rega, Salvatore Striano und Antonio Frasca. Angelegt ist das Werk als Mischung aus Drama und Dokumentarfilm, eine Altersfreigabe liegt nicht vor.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Dokumentarfilm deutet darauf hin, dass hier nicht einfach eine Bühnenaufführung nacherzählt wird, sondern der Prozess selbst im Zentrum steht – das Ringen der Laiendarsteller mit Shakespeares Text als eigentliche Handlung. Dass die Besetzung aus den Häftlingen selbst besteht, verleiht der Geschichte eine doppelte Ebene: Die Figuren aus „Julius Cäsar“ – Macht, Verrat, Schuld – spiegeln sich in den Biografien der Spieler, ohne dass der Film dies ausdrücklich behaupten müsste. Die Anlage der Geschichte, die zwischen Probenalltag und persönlicher Rückschau pendelt, macht deutlich, dass es weniger um das fertige Theaterstück geht als um das, was die Beschäftigung mit ihm in den Beteiligten auslöst.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeichnet sich ein positives, aber noch nicht breit abgesichertes Bild ab. Seit der Entstehung 2012 sind mehr als zehn Jahre vergangen, ohne dass sich am Kern des Films – der Begegnung von Gefängnisrealität und klassischem Theatertext – etwas ändert. Innerhalb der Schnittmenge von Drama und Dokumentarfilm markiert er einen Ansatz, der auf Inszenierung von Wirklichkeit setzt statt auf reine Fiktion.
Bilder


Besetzung & Stab
- Giovanni Arcuri als Cesare
- Cosimo Rega als Cassio
- Salvatore Striano als Bruto
- Antonio Frasca als Marcantonio
- J. Dario Bonetti als Decio
- Vincenzo Gallo als Lucio
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Verfügbarkeit
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