Carlos - Der Schakal (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Olivier Assayas |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Historie |
| Laufzeit | 334 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-07-07 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 18.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 871.279 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (247 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ilich Ramírez Sánchez ist der Welt kaum als Person, sondern als Legende bekannt: Carlos, der Schakal. 1975 steht er hinter dem Anschlag auf das OPEC-Hauptquartier in Wien und etabliert sich in der Folge als kaltblütiger Akteur organisierter Gewalt, dessen Gesicht auf Fahndungsplakaten hinter einer Sonnenbrille verschwindet. Er lebt zwischen Untergrund und Luxus, verteilt sein auf Schweizer Konten gehortetes Geld an Hotelpools und in Bordellen, bindet Frauen an sich und nutzt geschickt seine Verbindungen zu Geheimdiensten auf beiden Seiten des Kalten Krieges. Mit der Zeit verliert er jedoch an Instinkt und Kraft, und auch jene, die ihn einst stützten, wollen sich von ihm lösen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2010 unter der Regie von Olivier Assayas. In der Hauptrolle ist Edgar Ramírez als Carlos zu sehen, an seiner Seite stehen Alexander Scheer, Nora Waldstätten und Talal Jurdi. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Drama und Historie samt dem Schlagwort True Crime zeigt, dass hier reale Ereignisse nicht als reißerisches Actionkino, sondern als vielschichtige Charakterstudie verarbeitet werden. Die Erzählung folgt Carlos über Jahre und mehrere Kontinente, was auf eine episodische, chronikartige Struktur schließen lässt statt auf eine geradlinige Spannungsdramaturgie. Dass die Besetzung neben der Titelfigur mehrere internationale Namen umfasst, deutet auf ein Geschehen an, das sich über verschiedene Länder und politische Lager erstreckt, statt sich auf einen einzelnen Handlungsort zu konzentrieren. Der Verfall von Gespür und Unterstützung, den die Geschichte am Ende zeigt, verweist auf eine Erzählform, die weniger auf Spektakel als auf den langsamen Niedergang einer Figur setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 und einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Titel im soliden Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2010 sind mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt vergangen, was den Film als eine der frühen ausführlichen filmischen Annäherungen an den historischen Stoff einordnet. Innerhalb der Kombination aus Krimi, Drama und Historie mit True-Crime-Bezug positioniert er sich als Werk, das den Anspruch auf Detailtreue über schnelle Unterhaltung stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edgar Ramírez als Ilich Ramírez Sánchez ('Carlos')
- Alexander Scheer als Johannes Weinrich
- Nora Waldstätten als Magdalena Kopp
- Talal Jurdi als Kamal al-Issawi ('Ali')
- Christoph Bach als Hans-Joachim Klein ('Angie')
- Julia Hummer als Gabriele Kröcher-Tiedemann ('Nada')
- Ahmad Kaabour als Wadie Haddad
- Fadi Abi Samra als Michel Moukharbel
- Rodney El Haddad als Anis Naccache ('Khalid')
- Antoine Balabane als Général al-Khouly
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Verfügbarkeit
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