Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7 (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agnès Varda |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-04-11 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (803 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bei einer ärztlichen Untersuchung hat die Chansonsängerin Cléo erfahren, dass sie möglicherweise an Krebs erkrankt ist. Die Untersuchung liegt zwei Tage zurück, es ist 17 Uhr, und das endgültige Ergebnis soll um 19 Uhr vorliegen. Die junge Frau hat panische Angst vor der Diagnose und sucht eine Wahrsagerin auf, um sich die Karten legen zu lassen. Da das Ergebnis nicht gerade zufriedenstellend ausfällt, durchstreift sie ziellos die Straßen von Paris, um sich abzulenken. Sie trifft Freunde, und im Park lernt sie den Soldaten Antoine kennen, der am nächsten Tag zurück nach Algerien muss. Die Zeitspanne zwischen den beiden Stunden ist damit zugleich die Spanne der Erzählung.
Entstehungsgeschichte
Agnès Varda führte bei diesem 1962 herausgekommenen Drama Regie. Corinne Marchand spielt Cléo, Antoine Bourseiller den Soldaten, dazu treten Dominique Davray und Dorothée Blanck. Dass die Regie in weiblicher Hand lag, ist als Merkmal des Films ausdrücklich festgehalten, ebenso die Gestaltung in Schwarzweiß.
Hinter den Kulissen
Das Drama ist hier die einzige Genrezuordnung, und das passt zu einer Anlage, die auf äußere Ereignisse weitgehend verzichtet. Die Achsen sind klar: das Individuum, Paris als Ort, die Krankheit, der Beruf der Sängerin. Auffällig ist, wie eng die erzählte Zeit an die Wartezeit gekoppelt wird. Wer auf ein Ergebnis wartet, erlebt Zeit anders, und die Erzählung übernimmt dieses Tempo, statt es zu beschleunigen. Die Straßen, die Begegnungen, die Wahrsagerin sind dabei weniger Stationen einer Handlung als Versuche einer Figur, die eigene Angst auszusitzen. Der Schwarzweiß-Charakter unterstützt diese Konzentration auf Gesicht und Umgebung.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,7 von 10 fällt die Bewertung hoch aus, auch wenn sie bislang von einigen hundert Stimmen getragen wird. 64 Jahre nach dem Erscheinen ist der Abstand groß genug, dass die Straßenbilder von Paris selbst zum Dokument geworden sind. Im Drama steht der Film für eine Form, die eine Krankheitsangst nicht auserzählt, sondern in Echtzeit begleitet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Corinne Marchand als Florence 'Cléo' Victoire
- Antoine Bourseiller als Antoine
- Dominique Davray als Angèle
- Dorothée Blanck als Dorothée
- Michel Legrand als Bob, the Pianist
- José Luis de Vilallonga als José, Cléo's Lover
- Loye Payen als Irma, the Fortune Teller
- Renée Duchateau als The Seller of Hats
- Lucienne Marchand als The Taxi Driver
- Serge Korber als Maurice
Weitere Filme von Agnès Varda
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.