Die eine singt, die andere nicht (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agnès Varda |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-03-09 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (123 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Pauline stammt aus bürgerlichen Verhältnissen und liegt im Dauerkonflikt mit ihrer konventionellen Familie. Suzanne, einige Jahre älter, lebt auf dem Land, hat bereits zwei uneheliche Kinder und erwartet ein weiteres. Als Pauline ihr Geld für eine Abtreibung leiht, nimmt die Geschichte beider Frauen eine Wendung: Sie gehen getrennte Wege und halten nur noch über Postkarten Kontakt. Erst Jahre später begegnen sie sich wieder, ausgerechnet auf einer Kundgebung für das Recht auf Abtreibung. Aus dieser Begegnung heraus entfaltet sich der Austausch über die Wege, Umbrüche und Erfahrungen, die die beiden inzwischen getrennt durchlebt haben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1977 unter der Regie von Agnès Varda. In den Hauptrollen sind Thérèse Liotard und Valérie Mairesse zu sehen, an ihrer Seite stehen Robert Dadiès und Mona Mairesse. Eingeordnet wird das Werk als Drama mit musikalischen Elementen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Musik deutet auf eine Erzählweise hin, die neben den biografischen Brüchen der beiden Frauen auch performative, liedhafte Passagen einbindet – ein Hinweis darauf, dass die Geschichte nicht rein realistisch, sondern mit einer gewissen Leichtigkeit und Distanz erzählt wird. Die Anlage der Handlung, die zwei völlig unterschiedliche Lebenswege über Jahre hinweg parallel verfolgt, ohne dass sich die Figuren begegnen, setzt auf Kontrast statt auf durchgehende Nähe: Stadt gegen Land, bürgerliche Konventionen gegen ein Leben außerhalb geordneter Verhältnisse. Dass sich beide Frauen ausgerechnet auf einer politischen Kundgebung wiedertreffen, verknüpft das Persönliche mit einer gesellschaftlichen Frage und macht deutlich, dass ihre individuellen Entscheidungen und Erfahrungen in einen größeren Zusammenhang eingebettet sind.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch vergleichsweise kleinen, im niedrigen dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht übermäßig breit diskutierten Bereich. Seit seiner Entstehung 1977 sind mittlerweile weit über vier Jahrzehnte vergangen, was den Film als Zeitdokument einer bestimmten gesellschaftlichen Debatte lesbar macht. Innerhalb der Kombination aus Drama und Musik nimmt er mit seinem klar politisch verankerten Thema eine eigene Position ein, die sich von rein privaten Beziehungsgeschichten abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Thérèse Liotard als Suzanne
- Valérie Mairesse als Pauline aka Pomme
- Robert Dadiès als Jérôme
- Mona Mairesse als Pomme's Mother
- Francis Lemaire als Pomme's Father
- François Courbin als Mathieu (9 months)
- Salomé Wimille als Marie (3 years)
- Nicole Clément als Philosophy Teacher
- Patricia Cartier als Chorus Friend
- Sapho als Painted Chorus Girl
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Verfügbarkeit
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