Das Biest muß sterben (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Chabrol |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-09-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (192 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Junge kehrt von einem Angelausflug zurück, als er auf dem Platz eines bretonischen Dorfes von einem Autofahrer überfahren wird, der anschließend flieht. Der Vater des Kindes, der Schriftsteller Charles Thénier, schwört sich, den Täter zu finden und Rache zu nehmen. Er widmet sich fortan mit methodischer, fast zwanghafter Sorgfalt einer eigenen Ermittlung und hält jedes Detail schriftlich fest. Seine Spur führt ihn zu einer Schauspielerin, Hélène Lanson, und von dort zu deren Schwager Paul Decourt, einem Garagenbesitzer, der im Dorf von allen verachtet wird. Wie sich Theniers Plan gegen diesen Mann entwickelt, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1969 und wurde von Claude Chabrol inszeniert. In den Hauptrollen sind Michel Duchaussoy, Caroline Cellier, Jean Yanne und Marc Di Napoli zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Thriller, Drama und Krimi zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: kein klassischer Whodunit, sondern die Beobachtung eines Mannes, der Trauer in ein System aus Beobachtung, Aufzeichnung und Kontrolle verwandelt. Dass die Ermittlung von einem Schriftsteller geführt wird, verleiht der Handlung eine reflektierte, fast literarische Note – der Vater dokumentiert sein eigenes Vorgehen, als schriebe er an einer weiteren Geschichte. Die Figurenkonstellation, mit einer Schauspielerin und einem allgemein verhassten Garagisten als Verdächtigem, öffnet den Raum für moralische Ambivalenz: Rache und Gerechtigkeit lassen sich hier kaum trennen. Die dörfliche Kulisse verstärkt den Eindruck einer geschlossenen Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und Beobachtung fast unausweichlich ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen zählt der Film zu den solide bewerteten, aber nicht breit diskutierten Werken seines Genres. Seit seiner Entstehung 1969 sind mittlerweile mehr als fünfzig Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Frühphase des modernen psychologischen Thrillers stellt. Innerhalb der Kombination aus Krimi und Drama zeigt sich ein Ansatz, der weniger auf Spannung durch Verfolgung setzt als auf die innere Zerrüttung einer Figur, die ihren Schmerz in Kontrolle umwandelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Michel Duchaussoy als Charles Thenier
- Caroline Cellier als Helene Lanson
- Jean Yanne als Paul Decourt
- Marc Di Napoli als Philippe Decourt
- Anouk Ferjac als Jeanne Decourt
- Louise Chevalier als Madame Levenes
- Guy Marly als Jacques Ferrand
- Lorraine Rainer als Anna Ferrand
- Stéphane Di Napoli als Michel Thenier
- Dominique Zardi als Le premier inspecteur
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