Biester (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Chabrol |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-08-30 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 10.882.920 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (415 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
An einem Wintermorgen holt Frau Lelièvre am Bahnhof von Saint-Malo Sophie ab, die neue Hausangestellte der Familie. Sophie scheint sich sofort zurechtzufinden. Sie erledigt die Arbeiten im Haushalt, bewältigt alles und stellt jeden zufrieden. Wäre da nicht dieser seltsame Mangel an Gefühlsregungen, der an ihr auffällt.
Im Ort freundet sich Jeanne mit der Neuen an, die ungezwungene und neugierige Postbotin. Beide jungen Frauen tragen Geheimnisse mit sich, verschieden in ihrer Art, aber gleichermaßen unausgesprochen. Aus der Freundschaft wird so allmählich ein Bündnis. Die Familie Lelièvre ahnt davon nichts. Ohne es zu wissen und ohne es zu wollen, rückt sie diesen Geheimnissen jedoch gefährlich nahe.
Entstehungsgeschichte
Claude Chabrol inszenierte den Film im Jahr 1995. Sandrine Bonnaire, Isabelle Huppert, Jean-Pierre Cassel und Jacqueline Bisset gehören zur Besetzung.
Freigegeben ist das Werk ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Thriller verbinden sich in diesem Film auf leise Weise. Die Spannung entsteht nicht aus spektakulären Ereignissen, sondern aus dem Alltag selbst. An der Oberfläche scheint kaum etwas zu geschehen, doch die alltäglichen Gesten fügen sich zu einem Netz beunruhigender Signale. Schritt für Schritt treibt die Geschichte so auf eine unausweichliche Entladung zu.
Diese Erzählweise verlangt Aufmerksamkeit für Details. Wer eine Hausangestellte beim Putzen, eine Postbotin beim Plaudern und eine Familie beim gewöhnlichen Leben beobachtet, sieht zunächst nichts Bedrohliches. Gerade darin liegt die Wirkung: Das Unheimliche wächst im Vertrauten.
Aufschlussreich ist auch die Figurenkonstellation. Auf der einen Seite steht eine Familie, die eine Angestellte ins Haus holt, auf der anderen zwei junge Frauen, die sich gegen diese Welt verbünden. Die Frage nach Nähe und Abstand zwischen Herrschaft und Personal bildet damit den Untergrund, auf dem der Thriller sich entfaltet. Sophies emotionale Kälte wird zum Rätsel, das die Geschichte nicht sofort auflöst.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten erhält der Film eine klar positive Bewertung. Einige hundert Stimmen bilden die Grundlage dieses Urteils.
Seit dem Erscheinen sind 31 Jahre vergangen. Im Thrillergenre steht der Film für eine Form, die auf Andeutungen statt auf Effekte setzt und die Bedrohung aus dem scheinbar Harmlosen entwickelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Sandrine Bonnaire als Sophie Bonhomme
- Isabelle Huppert als Jeanne
- Jean-Pierre Cassel als Georges Lelièvre
- Jacqueline Bisset als Catherine Lelièvre
- Virginie Ledoyen als Melinda
- Valentin Merlet als Gilles
- Julien Rochefort als Jeremie
- Dominique Frot als Madame Lantier
- Jean-François Perrier als Priest
- Ludovic Brillant
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Verfügbarkeit
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