Das Testament des Orpheus (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Cocteau |
|---|---|
| Genre | Fantasy |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-02-18 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (134 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Dichter namens Jean Cocteau wird von einer Kugel getroffen und aus der Zeit geschleudert. Auf der Suche nach dem Weg zurück in seine eigene Epoche begegnet er den Figuren, die er selbst erschaffen hat: dem jungen Dichter Cégeste, einer Prinzessin und Heurtebise. Diese wenden sich gegen ihren Schöpfer und stellen ihn vor ein Gericht, das ihn zwingt, sich für sein Werk zu rechtfertigen. Die Verteidigung bleibt ohne Erfolg, das Urteil lautet auf ein Leben als Strafe für die Unschuld. Mit einem Talisman ausgestattet, durchquert der Dichter eine Zwischenzone, in der Symbole und Gottheiten seines eigenen Schaffens existieren, bis er schließlich den Palast der Pallas Athene erreicht, der Göttin der Vernunft, die in einer zerfallenen Welt residiert.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1960 unter der Regie von Jean Cocteau, der auch die Hauptrolle als er selbst übernahm. An seiner Seite stehen Édouard Dermithe, Henri Crémieux und François Périer. Es handelt sich um einen Fantasyfilm.
Hinter den Kulissen
Dass Cocteau die eigenen Geschöpfe als Ankläger seiner selbst auftreten lässt, macht aus der Fantasy-Ebene ein Gericht über den Akt des Erschaffens selbst. Die Reise durch eine Zwischenzone, bevölkert von Symbolen und Gottheiten, deutet auf eine Erzählform hin, die weniger einer linearen Handlung folgt als einem Gang durch Bilder und Bedeutungen. Dass die Vernunftgöttin Athene ausgerechnet über Ruinen herrscht, setzt der Idee einer geordneten Welt ein zerfallenes Gegenbild entgegen, ohne dass sich daraus eine eindeutige Auflösung ergibt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich eine insgesamt positive, aber statistisch schmale Bewertungsbasis. Seit der Entstehung des Films sind mehr als sechs Jahrzehnte vergangen, was ihn zeitlich weit von aktuellen Fantasyproduktionen entfernt. Innerhalb des Genres nimmt er durch seine traumhaft-symbolische Erzählweise eine Position ein, die sich deutlich von handlungsgetriebenen Fantasystoffen unterscheidet.
Bilder





Besetzung & Stab
- Jean Cocteau als Le poète
- Édouard Dermithe als Cégeste(non crédité)
- Henri Crémieux als Le professeur(non crédité)
- François Périer als Heurtebise(non crédité)
- Claudine Auger als Minerve (non crédité)
- Françoise Arnoul als Elle-même (non crédité)
- Lucia Bosè als Une amie d'Orphée(non crédité)
- Charles Aznavour als Le Curieux(non crédité)
- Brigitte Bardot als Elle-même (non crédité)
- Jean Marais als Oedipe
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Verfügbarkeit
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