Das Blut eines Dichters (1932)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Cocteau |
|---|---|
| Genre | Fantasy |
| Laufzeit | 49 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1932-01-20 |
| TMDB-Bewertung | 7 (202 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Anfang steht das Bild eines Fabrikschornsteins, der im nächsten Moment einstürzen wird. Von dort springt die Handlung in das Zimmer eines Dichters, der sich als Zeichner versucht. Mit nacktem Oberkörper und blonder Perücke skizziert er einen Kopf – und dessen Mund beginnt plötzlich sich zu bewegen. Der Dichter wischt ihn erschrocken weg, doch beim Händewaschen taucht derselbe Mund auf seiner Handfläche wieder auf. Er versucht verzweifelt, ihn loszuwerden, ehe er erschöpft einschläft. Wieder erwacht, presst er die Hand mit dem Mund auf die Lippen einer armlosen Statue in seinem Zimmer. Der Marmor erwacht zum Leben und fordert ihn auf, in einen Spiegel zu springen. Was danach geschieht, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Das Blut eines Dichters“ entstand 1932 unter der Regie von Jean Cocteau. Zur Besetzung zählen Enrique Rivero, Elizabeth Lee Miller, Pauline Carton und Odette Talazac. Der Film ist dem Fantasy-Genre zugeordnet.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangssituation – ein lebendiger Mund, der von der Zeichnung auf die eigene Hand wandert – zeigt, dass hier keine konventionelle Erzählung mit klar gefasster Handlung vorliegt. Die Bilderfolge funktioniert assoziativ: Ein einstürzender Schornstein, ein sprechender Mund, eine erwachende Statue, ein Spiegel als Durchgang in einen anderen Zustand. Die Einordnung als Fantasy trifft nur bedingt, denn es handelt sich weniger um eine Geschichte mit fantastischen Regeln als um eine Kette von Verwandlungen, die sich der Logik entziehen. Dass der Dichter selbst zum Zeichner wird und sein eigenes Werk ihn heimsucht, macht die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen zum zentralen Motiv der Anlage. Die Statue, die spricht und handelt, statt bloß Objekt zu bleiben, verstärkt den Eindruck, dass Grenzen zwischen Kunst, Körper und Lebendigem hier bewusst aufgelöst werden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel in einem Bereich, der auf ein kleines, aber interessiertes Publikum schließen lässt. Seit der Entstehung im Jahr 1932 sind mehr als neunzig Jahre vergangen, ein Abstand, der den Film klar als frühes Beispiel seiner Zeit ausweist. Innerhalb des Fantasy-Genres nimmt er durch seine traumartige, wenig handlungsgebundene Erzählweise eine ungewöhnliche Position ein.
Bilder






Besetzung & Stab
- Enrique Rivero als Poet
- Elizabeth Lee Miller als Statue
- Pauline Carton als The child trainer
- Odette Talazac
- Jean Desbordes als Louis XV Friend
- Fernand Dichamps
- Lucien Jager als A spectator in a box
- Féral Benga als Black Angel
- Barbette als A spectator
- Jean Cocteau als Bit Part (uncredited)
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Verfügbarkeit
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