Jean Cocteau
Werdegang
Jean Maurice Eugène Clément Cocteau wurde am 5. Juli 1889 geboren und starb am 11. Oktober 1963. Er war ein französischer Dichter, Romancier, Dramatiker, Designer, Boxmanager, Dramaturg, Künstler und Filmemacher. Gemeinsam mit anderen Avantgarde-Künstlern seiner Generation, etwa Jean Anouilh und René Char, beschäftigte er sich mit alten und neuen verbalen Codes, mit der Sprache der Mise-en-scène und den Techniken der Moderne, woraus ein Paradox entstand: eine klassische Avantgarde. Zu seinem Kreis von Weggefährten, Freunden und Geliebten zählten unter anderem Kenneth Anger, Pablo Picasso, Jean Hugo, Jean Marais, Henri Bernstein, Marlene Dietrich, Coco Chanel, Erik Satie, María Félix, Édith Piaf, die er 1940 in seinem Einakter „Le Bel Indifférent" besetzte, sowie Raymond Radiguet. Sein Schaffen entfaltete sich in der Theaterwelt der großen Bühnen und Boulevards des Paris seiner Zeit, die er zugleich mitgestaltete. Sein vielseitiger, unkonventioneller Ansatz und sein umfangreiches Werk brachten ihm internationale Anerkennung.
Filmografie bei uns
Im Katalog ist Cocteau als Regisseur mit vier Titeln vertreten, die einen Zeitraum von 1932 bis 1960 umspannen, also 28 Jahre. Der erste Titel, „Das Blut eines Dichters", entstand 43 Jahre nach seiner Geburt, der letzte, „Das Testament des Orpheus", 71 Jahre danach. Alle vier Werke sind Kinofilme, keine Serien. Thematisch überwiegen Drama, Fantasy und Liebesfilm, mit drei entsprechend eingeordneten Titeln – darunter „Die Schöne und die Bestie" und „Orpheus".
Einordnung
Die vier Titel bewegen sich in unseren Bewertungen zwischen 7,0 und 7,6, mit einem Durchschnitt von 7,4. Die höchsten Werte erreichen „Orpheus" und „Das Testament des Orpheus" mit jeweils 7,6, gefolgt von „Die Schöne und die Bestie" mit 7,5. „Das Blut eines Dichters", der früheste Titel, liegt mit 7,0 etwas darunter. Insgesamt zeigt sich eine gleichmäßig gute Bewertung über eine Filmografie, die sich vom frühen bis zum letzten Werk über fast drei Jahrzehnte erstreckt.