Das Turiner Pferd (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tarr Béla |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 146 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-03-31 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 162.088 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (432 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Turin, 1889. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche wird Zeuge, wie ein Pferd ausgepeitscht wird. Er wirft die Arme um den Hals des Tieres, um es zu schützen, und bricht zusammen. Weniger als einen Monat später wird bei ihm eine schwere psychische Erkrankung festgestellt, die ihn für die verbleibenden elf Jahre bis zu seinem Tod ans Bett fesselt und verstummen lässt. Die Frage, was aus dem Pferd wurde, bleibt dabei offen.
Hier setzt der Film an. Der Mann mit der Peitsche ist ein Landwirt, der mit seinem Pferdewagen Fuhren in die Stadt übernimmt und davon lebt. Das Pferd ist alt und in sehr schlechter Verfassung, gibt sich aber alle Mühe, den Befehlen seines Herrn zu folgen. Bauer und Tochter müssen erkennen, dass das Tier ihren Lebensunterhalt nicht länger sichern kann. Das Sterben des Pferdes bildet den Grund dieser tragischen Geschichte.
Entstehungsgeschichte
Tarr Béla führte Regie bei diesem Spielfilm aus dem Jahr 2011. Zur Besetzung gehören Derzsi János, Erika Bók, Mihály Kormos und Kovács Lajos. Erzählt wird eng um einen Bauern, seine Tochter und ein sterbendes Tier herum.
Hinter den Kulissen
Der Film ist als reines Drama angelegt, und seine Themen sind schwer: Nihilismus, Tierquälerei, das allmähliche Erlöschen einer Lebensgrundlage. Auch der Remodernismus gehört zu den Begriffen, unter denen sich der Film fassen lässt.
Der Ausgangspunkt ist eine überlieferte Episode um Nietzsche, doch der Film folgt nicht dem Philosophen, sondern dem Tier und den Menschen, von denen es abhängt. Die Perspektive verschiebt sich von der Geste des Mitleids zu der Frage, was danach bleibt. Turin ist dabei nur der Ausgangsort; das eigentliche Geschehen gehört dem Alltag eines Fuhrmanns und seiner Tochter. Das Pferd steht im Mittelpunkt, sein Niedergang gibt der Handlung Richtung und Rhythmus.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,6 von 10 ist ein hoher Wert, zumal für ein Drama dieser Strenge. Die Stimmenzahl liegt im mittleren dreistelligen Bereich, das Urteil stammt also von einem überschaubaren Publikum, fällt aber deutlich aus.
Seit dem Erscheinen sind 15 Jahre vergangen. Unter den Dramen, die sich philosophischen Fragen über Leben, Leiden und Vergänglichkeit widmen, nimmt der Film eine eigenwillige Stellung ein, weil er diese Fragen an einem erschöpften Arbeitstier und seinen Besitzern verhandelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- János Derzsi als Ohlsdorfer
- Erika Bók als Ohlsdorfer's daughter
- Mihály Kormos als Bernhard
- Lajos Kovács als Bernhard (voice)
- Mihály Ráday als Narrator (voice)
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Verfügbarkeit
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