Die Werckmeisterschen Harmonien (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tarr Béla |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 145 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-02-01 |
| Einspielergebnis | 64.974 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (397 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer trostlosen Kleinstadt in der ungarischen Tiefebene herrscht Stillstand, doch unter der Oberfläche wächst die soziale Spannung. Die Ankunft eines Wanderzirkus bringt Bewegung in die Monotonie. Seine Hauptattraktion ist der präparierte Körper eines riesigen Wals, begleitet von einer geheimnisvollen, charismatischen Gestalt, die nur der Prinz genannt wird.
Der junge János, ein reiner und empfindsamer Träumer, beobachtet, wie die Gemeinschaft allmählich in eine nihilistische, irrationale Gewalt abgleitet. Sein Mentor György dagegen zieht sich in abstrakte musiktheoretische Überlegungen zurück. Ihn beschäftigt die Reinheit der Harmonien nach Andreas Werckmeister, während um ihn herum die Ordnung zu zerfallen droht.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Tarr Béla, der Film erschien 2001. Die Besetzung umfasst Lars Rudolph, Peter Fitz, Hanna Schygulla und Alfréd Járai. Im Englischen trägt das Werk den Titel Werckmeister Harmonies.
Es handelt sich um eine Romanverfilmung. Der Titel verweist direkt auf die musikalischen Theorien, mit denen sich György befasst, und stellt damit die Frage nach Harmonie und Ordnung an den Anfang.
Hinter den Kulissen
Der Film ist als reines Drama angelegt, doch seine Motive reichen weit über ein herkömmliches Gesellschaftsdrama hinaus. Zirkus, Philosophie, Tänzer, Ungarn und Kleinstadt umreißen das Feld: ein abgelegener Ort, in den etwas Fremdes einbricht, und Figuren, die diesem Einbruch mit Denken, Staunen oder Gewalt begegnen.
Die Anlage der Geschichte arbeitet mit starken Gegensätzen. Auf der einen Seite steht János, der die Welt mit offenen Augen betrachtet, auf der anderen György, der sich in die Abstraktion der Musik flüchtet. Dazwischen liegt eine Gemeinschaft, die sich von einer rätselhaften Figur mitreißen lässt. Der tote Wal als Jahrmarktsattraktion wirkt wie ein Sinnbild für etwas Übergroßes und Unerklärliches, das die Menschen anzieht und zugleich verstört. Philosophische Fragen nach Ordnung, Vernunft und Zerfall werden so in konkrete Bilder übersetzt.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,9 bei einigen hundert Stimmen zeigt eine sehr positive Aufnahme. Die überschaubare Stimmenzahl passt zu einem Werk, das sich nicht an die breite Masse richtet.
Seit dem Erscheinen sind 25 Jahre vergangen. Innerhalb des Dramas steht der Film für eine Erzählweise, die Stimmung, Symbolik und philosophische Fragen über eine konventionelle Handlung stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lars Rudolph als János Valuska
- Peter Fitz als György Eszter
- Hanna Schygulla als Tünde Eszter
- Alfréd Járai als Lajos Harrer
- Gyula Pauer als Mr. Hagelmayer
- János Derzsi als Man In The Broad-Cloth Coat
- Mihály Kormos als Factotum
- Putyi Horváth als Porter
- Éva Almássy Albert als Aunt Piri
- Péter Dobai als Chief Constable
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Verfügbarkeit
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