Der Bulle (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Georges Lautner |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 82 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-03-14 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (116 Stimmen) |
Worum es geht
Ein gepanzerter Transporter mit einer wertvollen Schmucksammlung wird Ziel eines Überfalls: Bewaffnete Männer sprengen den Wagen mit einem Bazooka und rauben die Beute. Der Anführer der Bande geht dabei über Leichen, buchstäblich, denn auch seine eigenen Komplizen fallen ihm zum Opfer. Unter den Toten ist auch der Polizeiinspektor Albert Gouvion, dessen Tod zunächst wie ein Unfall mit der eigenen Dienstwaffe aussieht. Sein Kollege und Freund, Kommissar Louis Joss, glaubt nicht an diese Version. Gemeinsam mit Nathalie, einer jungen Kellnerin aus einem Nachtclub, die Gouvions Geliebte war, beginnt er, im Pariser Milieu nachzuforschen. Dabei zeigt sich, dass der Tote selbst tiefer in zwielichtige Kreise verstrickt war, als es zunächst den Anschein hatte.
Entstehungsgeschichte
„Der Bulle“ entstand 1968 unter der Regie von Georges Lautner. In den Hauptrollen sind Jean Gabin, Dany Carrel, André Pousse und Robert Dalban zu sehen. Der Kriminalfilm mit Drama-Einschlag ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi und Drama verweist auf eine Erzählung, die weniger auf reine Actionmechanik setzt als auf die menschlichen Verstrickungen hinter einem Verbrechen. Der Ausgangspunkt, ein spektakulärer Raubüberfall, dient vor allem als Auslöser für eine Geschichte über Loyalität, Trauer und die Grauzonen zwischen Gesetz und Milieu. Dass der ermittelnde Kommissar dem Opfer freundschaftlich verbunden ist und sich ausgerechnet mit dessen Geliebter zusammentut, verleiht der Handlung eine persönliche, fast intime Note, die über den klassischen Ermittlungsplot hinausgeht. Die Besetzung mit Jean Gabin in der Rolle des Kommissars deutet auf eine tragende, autoritätsgeprägte Figur im Zentrum hin, um die sich die übrigen Charaktere gruppieren.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich für das Krimi-Genre. Seit seiner Entstehung 1968 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was ihn in eine Zeit einordnet, in der französische Kriminalfilme häufig auf Milieu- und Charakterstudien statt auf reine Spannungsdramaturgie setzten. Innerhalb dieses Genrekontexts steht „Der Bulle“ für eine Erzählweise, die menschliche Beziehungen stärker gewichtet als reine Verbrechensaufklärung.
Bilder



Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Comissaire Joss, le Pacha
- Dany Carrel als Nathalie Villars, la sœur de Léon
- André Pousse als Marcel Lurat, dit Quinquin
- Robert Dalban als l'inspecteur Albert Gouvion, amant de Nathalie
- Jean Gaven als Marc, un inspecteur
- Louis Arbessier als le directeur de chez Boucheron
- Gérard Buhr als Arsène "le serrurier", un complice de Quinquin
- Maurice Garrel als Léon Brunet, le receleur
- Pierre Koulak als Abdel Schmil dit "Le Coréen"
- Pierre Leproux als Druber, le gardien de la bijouterie
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