Der Fall Cicero (1952)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joseph L. Mankiewicz |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1952-02-22 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (105 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im neutralen Ankara des Zweiten Weltkriegs dient ein Mann als Kammerdiener beim britischen Botschafter – ein Posten, der ihm nicht mehr genügt. Aus dieser Unzufriedenheit heraus entwickelt er einen riskanten Plan: Er will geheime Dokumente seines Arbeitgebers kopieren und an die deutsche Seite verkaufen. An seiner Seite denkt er sich eine Gräfin, die selbst auf der Flucht ist und mit der er, ausgestattet mit dem erschwindelten Geld, nach Rio de Janeiro auswandern möchte. Der Film verfolgt, wie sich dieser Plan in einem Umfeld voller Beobachtung, Misstrauen und diplomatischer Vorsicht entfaltet, ohne dass hier verraten wird, wie die Geschichte endet.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Joseph L. Mankiewicz, der 1952 diesen Thriller mit dramatischen Zügen inszenierte. Die Besetzung versammelt James Mason, Danielle Darrieux, Michael Rennie und Walter Hampden.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Thriller und Drama passt zu einer Handlung, die weniger auf äußere Action als auf Berechnung, Täuschung und die Psychologie eines Mannes setzt, der seine untergeordnete Stellung hinter sich lassen will. Dass die Geschichte in der neutralen Türkei spielt, verschärft die Spannung zusätzlich: Alle Seiten des Krieges bewegen sich hier nebeneinander, ohne offene Feindschaft, was Raum für verdeckte Machenschaften schafft. Die Figurenkonstellation – ein aufstrebender Diener, eine Gräfin ohne gesicherte Zukunft, ein britischer Botschafter als ahnungsloses Zentrum – legt nahe, dass der Film Klassenunterschiede und persönlichen Ehrgeiz mit den Mitteln des Spionagegenres verhandelt. Die Aussicht auf ein neues Leben in Rio de Janeiro als Fluchtpunkt der beiden Hauptfiguren unterstreicht, wie sehr die Handlung von individuellem Gewinnstreben statt von ideologischer Überzeugung getragen wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber statistisch schmales Bild ab. Seit der Entstehung 1952 sind über siebzig Jahre vergangen, in denen sich das Spionagedrama als Genre vielfach gewandelt hat. Der Fall Cicero steht damit als früher Vertreter eines Erzähltyps, der auf psychologische Zuspitzung statt auf technische Ausstattung setzt, und bleibt in seiner Anlage – ein Einzelner gegen ein System aus Loyalitäten und Interessen – ein Werk, das sich klar in die Tradition des klassischen Thrillers einordnen lässt.
Bilder






Besetzung & Stab
- James Mason als Ulysses Diello
- Danielle Darrieux als Condesa Anna Staviska
- Michael Rennie als Colin Travers
- Walter Hampden als Sir Frederic Taylor
- Oskar Karlweis als L. C. Moyzisch
- Herbert Berghof als Col. von Richter
- John Wengraf als Count Franz Von Papen
- Ben Astar als Siebert
- Roger Plowden als Keith Macfadden
- Diane Adrian als Singer on French Record (voice)
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