Der falsche General (1959)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roberto Rossellini |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 133 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1959-10-07 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (153 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Genua, 1943: Die Deutschen besetzen Italien, Mussolinis Regime bröckelt. In diesem Klima aus Angst und Chaos macht sich der wenig skrupulöse Emmanuel Bertone einen Vorteil zunutze. Er gibt sich als italienischer General aus und nimmt Familien von Inhaftierten Geld ab, im Austausch für angebliche Interventionen zu deren Gunsten. Der Schwindel fliegt auf, die deutsche Polizei verhaftet ihn auf Anweisung von Oberst Müller. Statt Bertone der verdienten Strafe zuzuführen, macht Müller ihm ein Angebot: Sein Leben soll er retten dürfen, wenn er kooperiert. Im Gefängnis von Genua soll Bertone fortan eine neue Rolle spielen, die weit über seinen kleinen Betrug hinausgeht – er soll sich als General della Rovere ausgeben, den Anführer des Widerstands, um unter den Häftlingen dessen Netzwerk auszuhorchen. Wie weit sich Bertone in diese aufgezwungene Identität hineinbegibt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1959 unter der Regie von Roberto Rossellini. In den Hauptrollen sind Vittorio De Sica, Hannes Messemer, Vittorio Caprioli und Nando Angelini zu sehen. Er ist als Drama angelegt und dem Kriegsfilm zuzuordnen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Kriegsfilm zeigt sich bereits in der Anlage der Geschichte: Der Krieg bildet den äußeren Rahmen, im Zentrum steht aber die innere Entwicklung einer einzelnen Figur, die aus einer Notlage in eine Rolle gedrängt wird, die größer ist als sie selbst. Dass ausgerechnet ein Betrüger mit der Maske eines Widerstandskämpfers versehen wird, verweist auf ein Thema von Identität und Verstellung, das die Erzählung durchzieht. Die Besetzung mit De Sica in der Hauptrolle unterstreicht das Gewicht, das auf dieser einen Figur liegt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen zählt der Film zu den solide bis gut bewerteten Werken seines Genres, wenngleich die Basis für ein abschließendes Urteil schmal bleibt. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1959 und heute liegen über sechs Jahrzehnte, was den Film als frühes Beispiel eines Kriegsdramas mit italienischem Hintergrund erscheinen lässt, das sich weniger auf Schlachten als auf moralische Zwickmühlen konzentriert.
Bilder


Besetzung & Stab
- Vittorio De Sica als Bardone AKA 'Grimaldi'
- Hannes Messemer als S.S. Colonel Mueller
- Vittorio Caprioli als Aristide Banchelli
- Nando Angelini als Paolo
- Herbert Fischer als Sergeant Walter Hageman
- Mary Greco als Vera (the madam)
- Bernardo Menicacci als Prison guard
- Lucia Modugno als Partisan girl
- Luciano Pigozzi als Prisoner
- Kurt Polter als German officer
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Verfügbarkeit
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