Paisan (1946)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roberto Rossellini |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 134 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1946-12-10 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (364 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 1943 landen die Alliierten auf Sizilien, und von dort aus folgt der Film ihrem Weg durch ein Land im Ausnahmezustand. In Neapel, das die Alliierten bereits besetzt halten, stiehlt ein Schuhputzerjunge einem schwarzen Soldaten die Schuhe. In Rom entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen einer Prostituierten und einem amerikanischen Soldaten, eine Begegnung zweier Menschen, die der Krieg an denselben Ort gespült hat.
In Florenz verläuft die Front mitten durch die Stadt, und auf den Dächern liefern sich Deutsche und Partisanen erbitterte Gefechte. Nach einem Zwischenhalt in einem Kloster im emilianischen Apennin führt der Weg schließlich ins Po-Delta, wo der Partisanenkampf mit voller Härte tobt. Jede Station steht für sich, und doch fügen sich die Episoden zu einer einzigen Bewegung vom Süden in den Norden.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Roberto Rossellini. Das Kriegsdrama stammt aus dem Jahr 1946, die erzählten Ereignisse lagen also erst drei Jahre zurück, als der Film erschien. Er setzt sich aus sechs Episoden zusammen, die jeweils einen Moment der italienischen Geschichte aufgreifen.
Vor der Kamera stehen Carmela Sazio, Robert Van Loon, Benjamin Emanuel und Raymond Campbell. Dass italienische und englischsprachige Namen nebeneinanderstehen, passt zu einer Anlage, die das Aufeinandertreffen von Einheimischen und Alliierten ins Zentrum rückt.
Hinter den Kulissen
Drama und Kriegsfilm greifen hier ineinander, doch der Schwerpunkt liegt weniger auf Schlachten als auf den Menschen dazwischen. Sizilien, Neapel, Rom und Florenz markieren die Etappen, der Zweite Weltkrieg bildet den Rahmen, der alles zusammenhält.
Die Episodenform erlaubt es, sehr unterschiedliche Tonlagen nebeneinanderzustellen: die kleine Gaunerei auf der Straße, die fragile Liebesgeschichte, den offenen Häuserkampf, die Stille eines Klosters. Aus dieser Reihung entsteht ein Mosaik, in dem das Land selbst zur Hauptfigur wird.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 Punkten steht der Film bei seinem Publikum gut da, auch wenn die Bewertung auf einigen hundert Stimmen beruht und damit eine überschaubare Basis hat. 80 Jahre nach seiner Entstehung findet der Stoff damit weiterhin Zuschauer, die sich auf seine episodische Form einlassen.
Innerhalb des Kriegsfilms nimmt das Werk eine eigene Position ein: Statt eines Helden an der Front begleitet es Zivilisten, Soldaten und Partisanen gleichermaßen und erzählt Geschichte als Abfolge einzelner, voneinander getrennter Begegnungen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carmela Sazio als Carmela
- Robert Van Loon als Joe
- Benjamin Emanuel als American Soldier
- Raymond Campbell als American Soldier
- Harold Wagner als Harry, a German soldier
- Albert Heinze als German soldier
- Merlin Berth als Merlin, American Soldier
- Mats Carlson als Swede, an American soldier
- Leonard Parrish als An American soldier
- Dots Johnson als American MP
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Verfügbarkeit
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