Deutschland im Jahre Null (1948)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roberto Rossellini |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 70 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1948-07-11 |
| Budget | 115.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (433 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwischen den Trümmern einer zerstörten Stadt muss ein Kind die Rolle eines Erwachsenen übernehmen. Der zwölfjährige Edmund sorgt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für den Unterhalt seiner Familie. Seine Schwester prostituiert sich und bringt gelegentlich Kohlen, Kartoffeln oder Zigaretten mit nach Hause. Der ältere Bruder ist aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, besitzt keine Essensmarken und verschließt sich teilnahmslos vor der Welt. Der Vater ist schwer krank, klagt ohne Unterlass und wird für alle zur Belastung.
Auf seinen Streifzügen durch die Ruinen trifft Edmund seinen früheren Lehrer. Dieser erklärt ihm, Alte und Kranke hätten kein Recht mehr auf ein Leben, wenn sie den Jungen Platz und Nahrung wegnähmen. Der Junge nimmt diese Haltung in sich auf, und sie drängt ihn zu einer Tat, deren Gewicht er nicht tragen kann.
Entstehungsgeschichte
Roberto Rossellini inszenierte dieses Drama, das 1948 in die Welt kam. Vor der Kamera stehen Edmund Moeschke, Ernst Pittschau, Ingetraud Hinze und Franz-Otto Krüger.
Hinter den Kulissen
Das Drama bleibt in seiner Genrezuordnung ganz bei sich: keine Spannungselemente, kein Abenteuer, nur die Lage einer Familie in einer zerstörten Gesellschaft. Die Motive umreißen den Rahmen genau – Berlin, Nachkrieg, Kinder, Nazi und Neorealismus.
Bemerkenswert ist die Perspektive. Die Geschichte wird über ein Kind erzählt, das zwischen Versorgungspflicht und den Parolen eines Erwachsenen zerrieben wird. Die ideologische Rede des Lehrers wirkt dabei nicht als historische Erklärung, sondern als Gift, das in einem hungrigen, überforderten Jungen weiterarbeitet. So verbindet der Film das persönliche Unglück einer Familie mit der moralischen Verwüstung, die das Kriegsende überdauert hat.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten liegt die Bewertung deutlich im oberen Bereich. Die Stimmenbasis umfasst einige hundert Abgaben und ist damit überschaubar, das Urteil fällt innerhalb dieses Kreises aber klar positiv aus. Seit dem Erscheinen sind 78 Jahre vergangen, und der Film gehört damit zu den älteren Titeln seines Genres.
Wer sich für das Drama als Zeitzeugnis interessiert, findet hier einen Stoff, der Hunger, Schuld und Verführbarkeit an einem einzigen Kinderschicksal verdichtet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edmund Moeschke als Edmund
- Ernst Pittschau als Father
- Ingetraud Hinze als Eva
- Franz-Otto Krüger als Karl-Heinz
- Erich Gühne als Teacher
- Heidi Blänkner als Frau Rademaker (uncredited)
- Jo Herbst als Jo (uncredited)
- Barbara Hintz als Thilde (uncredited)
- Adolf Hitler als Self (archive footage) (voice) (uncredited)
- Karl Krüger als Doctor (uncredited)
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Verfügbarkeit
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