Der letzte Mann (1924)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | F. W. Murnau |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1924-12-23 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (369 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der alte Portier des Hotels „Atlantic“ bezieht sein Selbstwertgefühl aus seiner prächtigen Uniform. Vor der Drehtür begrüßt er stolz die Gäste, und daheim im Hinterhof wird er von allen bewundert.
Eines Tages beobachtet der Geschäftsführer, wie schwer dem alten Mann das Tragen der Koffer fällt. Kurzerhand verbannt er ihn in den Keller und degradiert ihn zum Toilettenmann. In seiner Nachbarschaft wagt der Portier nicht, den Abstieg zuzugeben. Als seine Tochter heiratet, stiehlt er die Uniform, um wenigstens dort den Schein zu wahren. Doch der Schwindel fliegt auf. Die Hausbewohner verlachen und demütigen ihn, die Verwandten wenden sich ab, und verzweifelt zieht er sich in den Waschraum der Hoteltoilette zurück.
Entstehungsgeschichte
F. W. Murnau inszenierte das Drama im Jahr 1924. Emil Jannings, Maly Delschaft, Max Hiller und Hans Unterkircher gehören zur Besetzung. Da die Geschichte ganz auf den alten Portier zugeschnitten ist, liegt das Gewicht erkennbar auf einer einzigen zentralen Figur, um die sich die übrigen gruppieren.
Der Film ist in Schwarz-Weiß gehalten und ohne Altersbeschränkung ab 0 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama konzentriert sich der Film auf den sozialen Fall eines Mannes. Hotel, Uniform und Regen prägen die Bilderwelt, dazu kommt das Zigarrenrauchen als kleines Bild von Wohlstand.
Die Uniform ist das zentrale Motiv. Sie steht für Anerkennung, Würde und gesellschaftlichen Rang, und ihr Verlust bedeutet für den Portier den Zusammenbruch seiner Identität. Der Gegensatz zwischen der glänzenden Hotelfassade und dem Hinterhofmilieu zeigt, wie eng Ansehen an äußere Zeichen gebunden ist. Die Demütigung durch die Nachbarn macht deutlich, wie gnadenlos eine Gemeinschaft reagieren kann, wenn der Schein zerbricht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 Punkten erreicht der Film eine sehr gute Bewertung, getragen von einigen hundert Stimmen. Das Urteil fällt klar positiv aus.
102 Jahre liegt die Entstehung zurück, und dennoch findet das Werk weiterhin Zuschauer. Innerhalb des Dramas erzählt es vom sozialen Abstieg als persönlicher Tragödie und davon, wie sehr ein Mensch über seine Rolle in der Gesellschaft definiert wird.
Bilder





Besetzung & Stab
- Emil Jannings als Hotel Doorman
- Maly Delschaft als His Niece
- Max Hiller als Bridegroom
- Hans Unterkircher als Hotel Manager
- Hermann Vallentin als Potbellied Guest
- Emilie Kurz als Bridegroom's Aunt
- Georg John als Night Watchman
- Emmy Wyda als Thin Neighbor
- Harald Madsen als uncredited
- Carl Schenstrøm als Wedding Musician
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Verfügbarkeit
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