Der Untergang des Hauses Usher (1928)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Epstein |
|---|---|
| Genre | Horror |
| Laufzeit | 63 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1928-10-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (147 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Freund reist zum Anwesen der Usher, um seine Verlobte Madeline zu heiraten. Doch ihr Bruder Roderick sieht die Ehe als Bedrohung: Er ist überzeugt, dass seine Familie von einem über Generationen wirkenden Fluch belastet ist, und will jede Ausweitung der Blutlinie verhindern. Als der Verlobte Allan das verfallene Haus erreicht, um seine Braut zu holen, geht Roderick zunehmend rücksichtslos gegen die beiden vor. Die Handlung entfaltet sich als Kammerspiel zwischen den bröckelnden Mauern eines Hauses, das selbst wie ein Teil des Fluchs wirkt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1928 unter der Regie von Jean Epstein. In den Hauptrollen sind Jean Debucourt, Marguerite Gance, Charles Lamy und Fournez-Goffard zu sehen. Es handelt sich um einen Horrorfilm aus der Stummfilmzeit.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist klar auf ein enges Figurenkonstellation zugeschnitten: ein Bruder, eine Schwester, ein Außenstehender, der in die Familie eindringen will. Diese Reduktion auf wenige Personen und einen einzigen Schauplatz, das verfallende Anwesen, passt zum Horrorgenre der damaligen Zeit, das seine Wirkung stärker aus Atmosphäre und Verfall als aus offener Gewalt zog. Dass der Konflikt aus einer inneren Überzeugung Rodericks heraus entsteht – der Glaube an einen erblichen Fluch – verlagert das Bedrohliche von einer äußeren Gefahr hin zu einem psychologischen Zustand. Die Ehe als Auslöser der Handlung zeigt außerdem, wie eng Familienbindung, Abstammung und Untergang hier miteinander verknüpft werden: Nicht ein Monster bedroht das Haus, sondern die Familie selbst und ihre eigene Geschichte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den Titeln, die im breiten Publikum wenig, in einem kleineren Kreis aber durchaus positiv wahrgenommen werden. Seit der Entstehung 1928 sind mittlerweile fast hundert Jahre vergangen, was den Film in die frühe Phase des Horrorfilms als eigenständigem Genre einordnet, in einer Zeit, in der visuelle Atmosphäre und Bildsprache oft die Erzählweise trugen. Innerhalb des Horrorgenres steht der Titel damit für eine Frühform, die stärker auf Stimmung und Verfall setzt als auf spätere, effektorientierte Ausprägungen des Genres.
Bilder




Besetzung & Stab
- Jean Debucourt als Sir Roderick Usher
- Marguerite Gance als Madeleine Usher
- Charles Lamy als Allan
- Fournez-Goffard als The Doctor
- Luc Dartagnan als Bar Customer
- Abel Gance als Bar Customer
- Halma als Bar Waiter
- Pierre Hot als Bar Customer
- Pierre Kefer als Bar Customer
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Verfügbarkeit
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